Berlin ab 50…

… und jünger

Hommage an das Leben

VON GÜL OSWATITSCH

Es sind die Lebenden, die den Toten die Augen schließen, es sind die Toten, die den Lebenden die Augen öffnen

alte Volksweisheit.

Trauer und Tod sind Worte, da zuckt jeder zusammen. Wer will sich schon damit freiwillig befassen, wer will schon unbedingt darüber ein Buch lesen, einen Film sehen?052

Mein Freund Walter, der vor 25 Jahren seinen drei Jahre älteren Bruder in einer Bergschlucht tot auf gefunden hat, beschäftigt sich immer wieder mit diesem Thema. Jetzt macht er einen Dokumentarfilm über Tod und Trauer:
Er begleitet fünf Menschen aus verschiedenen Kulturkreisen im Moment des Abschiednehmens von einem geliebten Menschen, folgt ihren unterschiedlichen Wegen durch die wichtigen Phasen des Trauerns und beobachtet, wie sie wieder zurück in ein (neues) Leben finden.

Zurück von seiner Recherchereise rund um die Welt – gestartet in München über Wien nach Marokko, weiter nach Brasilien und Taiwan – ist er fasziniert von der bunten, fröhlichen Trauer-Welt anderer Kulturen und Religionen. Für uns, die wir bereits beim Wort Trauer und Tod zusammenzucken, wirkt das fast unwirklich und märchenhaft. Der Film wird so zur Hommage an das Leben!

Auch wir sollten die Einzigartigkeit und den unschätzbaren Wert unseres Lebens feiern – im Bewusstsein der Endlichkeit!

Klingt das nicht irgendwie befreiend?

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