Berlin ab 50…

… und jünger

Ab 40 kann es „pfundig“ werden

Vielleicht stehen auch Sie so manches Mal auf Ihrer Waage und wundern sich: Sie essen weniger und trotzdem bleibt das Gewicht gleich oder wird sogar höher.

Früher, als Sie noch jünger waren, war das anders: Weniger essen bedeutete im allgemeinen auch weniger Gewicht.

 Warum ist das jetzt, jenseits der 50, nicht mehr so?

Dass das Gewicht immer dann steigt, wenn wir mehr Energie zuführen als wir verbrauchen, liegt auf der Hand. Da wir uns in den früheren Jahren durchschnittlich sehr viel mehr und schneller bewegt haben als jetzt im mittleren und höheren Alter, wurde diese Energiezufuhr auch besser kompensiert. Wir konnten unser Gewicht problemlos halten.

Im Alter aber ist es mit der Bewegung nicht mehr so einfach. Nicht nur, weil unsere sportlichen Aktivitäten abnehmen, sondern weil wir uns auch im Alltag weniger und langsamer bewegen. Wir laufen seltener oder gar nicht mehr dem Bus, der U-Bahn hinterher. Wir spurten die Treppen nicht mehr hoch, sondern nehmen den Aufzug.

Wir verbrauchen also weniger Energie, essen aber genauso viel wie früher.

Dazu kommt, dass auch der Körper selbst grundsätzlich weniger Energie benötigt als früher. Denn es geht nicht mehr um das Wachsen, sondern nur noch um das Erhalten. Der Stoffwechsel kann sich ab 40 um etwa 15 Prozent verlangsamen – das ist  eine ziemlich deutliche Veränderung

 Mit dem Älterwerden verändert sich auch die Figur

Da der Fettanteil zunimmt, die Muskel- und Knochenmasse aber annehmen, verändert sich auch die Figur.. Dieser Vorgang lässt sich durch Gewichtsabnahme allein nicht beeinflussen, sondern nur durch mehr Bewegung.

Frauen sind meist stärker belastet (wie so oft!)

Da ab 40 der Östrogenspiegel sinkt, wächst das Bauchfett, mit zunehmender Tendenz. Dazu kommt der oben erwähnte verlangsamte Stoffwechsel.

Bei Männern geht die Produktion des Testosterons zurück, was bedeutet, dass die Muskelmasse schwindet und  auch bei ihnen das Bauchfett zunimmt, aber langsamer.

Für beide .Geschlechter gilt: Das Hormon, das für Wachstum verantwortlich ist (Somatropin) nimmt ab und das ist leider ein wichtiges Hormon für den Fettabbau.

 Und Sie sollten wissen:

Wenn Sie dauerhaft abnehmen wollen oder müssen: Es geht nur langfristig, alles andere ist nicht von Bestand: 1 bis 2 Kilogramm pro Monat. Als Erfolg gilt, wenn das Ausgangsgewicht um 5 bis 10 Prozent sinkt und dauerhaft stabil gehalten wird.

Diäten versprechen viel und mögen kurzfristig Erfolg zeigen. Aber oft kommt dann der Jo-Jo-Effekt. Fast jeder, der sich durch verschiedene Diäten gequält hat, hat ihn erlebt. Endet die Diät, beginnt das Gewicht wieder zu steigen. Denn wenn die Gewohnheiten gleich bleiben, hilft keine Diät auf Dauer. Diese Schwankungen belasten zwar psychisch, medizinisch aber sind sie, entgegen häufiger Meinung, kein Problem (Sie neigen deswegen z.B. nicht mehr dazu, krank zu werden als ohne Schwankungen)..Ein Trost?

 Was lernen wir daraus?

Mehr Bewegung (Sie erinnern sich an den Beitrag „Wer laufend sich bewegt“ in diesem Blog?) und zusätzlich weniger bzw. kalorienärmer essen – nur so lassen sich die Pfunde in  Schach halten. Im Alter fällt das alles ein wenig schwerer; hilfreich kann dann eine Gruppe sein. Professionell geführt ist die Gewichtsabnahme in einer Gruppe doppelt so hoch als allein oder auch unter Beratung eines Arztes. Auch hier also: Gegenseitige Motivation, Erfahrungsaustausch und die Devise „doppeltes Leid geteiltes Leid“ sind die Garanten dafür, den inneren Schweinehund zu überwinden.

„Weight Watchers“ ist z.B. eine Möglichkeit, die Gruppendynamik zu nutzen; die speziellen Produkte zu kaufen, sind allerdings noch keine Garantie!

 

(Quellen: Handbuch Medikamente, Stiftung Warentest, 9. Auflage, Kapitel: Übergewicht; DKV Impulse, Ausgabe Juli 2013, Seite14)

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