Berlin ab 50…

… und jünger

In eigener Sache :

Was ist aus unserem Fragebogen geworden?

 

Die Vorgeschichte

Vielleicht erinnern Sie sich noch? Wir haben kurz nach dem Start unseres Blogs, von dem wir hoffen, dass er auch Ihrer wird, eine kleine Fragebogenaktion durchgeführt.

Unser Ziel: Sie als potenzielle Leser und Mitakteure, ein bisschen kennenzulernen und zu erforschen, was Sie interessiert. Denn ab 50 – so sind wir uns sicher – ändern sich die Themen, die uns beschäftigen.

Wir haben den Fragebogen in unseren  Blog gestellt (da ist er auch heute noch zu finden – schauen Sie einfach einmal hinein)  und wir haben ihn – nach traditioneller Art verteilt. Jedem in die Hand gedrückt und ans Herz gelegt, der uns nahe kam.

 

Das Ergebnis

Nun, wir wollen ehrlich sein – zu uns und auch zu Ihnen: Der Rücklauf war nicht ganz so wie erwartet.

Woran liegt es, dass weniger geantwortet haben als gedacht?  Noch  wissen wir es nicht und suchen nach Erklärung. Zuerst einmal natürlich bei uns: Waren die Fragen schlecht gestellt? War unsere Ansprache zu unpersönlich? Waren es zu viele Fragen? Haben wir die falsche Form gewählt? Alles Vermutungen und offene Fragen  – leider.

Trotzdem und das war das erfreuliche: Es gab Rückläufe. Und die haben wir akribisch ausgewertet, um keinen Hinweis Ihrerseits zu verpassen.  Und die Ergebnisse waren und sind überraschend: Immerhin sind zwei Drittel der Befragten, die geantwortet haben, täglich im Internet anzutreffen. Das ist erstaunlich viel und beweist, dass auch wir, die wir über 50 sind, das Internet so ziemlich in unsere Welt integriert haben.

Allerdings: Nur knapp ein Drittel sind an Blogs interessiert! Also nicht nur nicht an unserem Blog, sondern ganz allgemein. (Google schneidet nur geringfügig besser ab – was fast ebenso erstaunt.)

Wir glaubten, dass sich unsere Begeisterung für den Blog sofort übertragen müsste auf die, wir gewinnen wollen. In dem Punkt haben wir uns geirrt. Es braucht Zeit, bis wir gefunden werden. Wir brauchen also mehr Geduld und noch mehr gute Ideen.

Denn – das haben Untersuchungen ergeben: Von Oktober 2006 bis Oktober 2011 stiegen die Zahl der Blogs weltweit von etwa 36 Millionen auf über 173 Millionen! Haben Sie solche Wachstumszahlen erwartet? Wir nicht. Umso mehr steigt unsere Hoffnung, dass wir doch noch entdeckt werden.

Sie haben uns gefunden und deshalb ist unser Appell: Helfen Sie mit, uns bekannt zu machen. Weisen Sie Freunde und Bekannte auf uns hin, kommentieren Sie, wenn Sie Lust haben, die Beiträge. Kritisieren Sie uns – das ist uns fast das Liebste, denn daraus lernen wir.

Warum ein Blog – bislang bin ich auch ohne gut durch die Welt gekommen?

Ein Blog, also eine Art Tagebuch, an dem nur einer, aber ebenso auch viele schreiben können, ist doch gerade dann, wenn wir nicht mehr so beweglich sind, wenn unser tägliches Leben so eingespielt ist, dass wir kaum noch etwas ändern können und wollen, wenn unser Freundes- und Bekanntenkreis schwindet und nicht mehr in Bewegung kommt und wenn wir uns insgeheim doch nach Abwechslung, nach neuen Impulsen, nach bislang nicht gedachten Antworten suchen, wenn das so ist – dann ist die Teilhabe an einem Blog, ein virtueller „Stammtisch, doch genau die Lösung.

Wir können selbst entscheiden, wie viel Zeit wir dort verbringen, wen wir kennen lernen wollen, was wir selbst erzählen wollen. Wir sind frei, zu kommen und zu gehen.

Klingt das nicht doch überzeugend? 173 Millionen Blogbetreiber können nicht irren!

Deshalb noch einmal: Schreiben Sie an unserem Tagebuch mit und lassen Sie sich ein auf neue virtuelle Freunde. Bringen Sie Freunde mit – wir sind gern Ihr Gastgeber!

 

Berlinab50.com

 

 

4 Kommentare

  1. Sabine Bürger

    Hallo, liebe bloggende Frauen,
    durch Opas Blog auf Ihre Seite gebeamt, habe ich mich neugierig und interessiert mit Ihren Inhalten und Texten bekannt gemacht. Leider konnte ich ein Schmunzeln nicht unterdrücken. Keineswegs soll das ein negativer Ausdruck sein, sondern ist einfach meiner Erfahrung mit derartigen Dingen geschuldet. Auch ich gehöre zur bloggenden, älteren Generation, bin auf Fb zu finden, schreibe Bücher und Geschichten. Und glauben Sie mir, mit meinen fast 67 Jahren bin ich unter meinen gleichaltrigen Freunden die absolute Ausnahme. Die meisten können und wollen sich nicht mit den gebräuchlichen Techniken der heutigen Zeit befassen. Um also die besagte Generation ü50 zu erreichen, müsste diese zuallererst online sein. Ab 60 hapert es daran erheblich. Außerdem ist mir aufgefallen, dass Ihre Beiträge zu lang, zu speziell und viel zu intellektuell sind. Um viele Leserinnen/Leser zu erreichen, müssten die Texte allgemeiner, kürzer, einfacher, fast intimer sein. Denken Sie bitte an das Wartezimmer eines Arztes. Was wird gelesen? Klar gibt das keiner zu, Tratsch und Klatsch liest man nicht – doch! Viele Dinge ließen sich auch auf Berlin übertragen. Prominente in der Hauptstadt, schreckliche Lokalitäten, peinliche, interessante Menschen, Film, Fernsehen. Schauen Sie hinter die schöne Fassade. Was macht das Älterwerden mit uns. Wie gehen wir mit unserem Körper dabei um. Wen stören sie nicht, die „Winkelemente“ unter den Oberarmen mit steigenden Jahren? Texte sollten kurz, brisant, wenn möglich bebildert und lustig sein, ansonsten liest niemand weiter! Bitte verzeihen Sie mir meine unverblümte Offenheit. Ich bin eine aus dem Norden, die es 32 Jahre nach Berlin verschlagen hatte, die seit zehn Jahren auf dem Lande lebt und die nie ein Blatt vor den Mund nimmt.
    Herzliche Grüße
    Sabine Bürger

    • herzlichen Dank für diesen klugen und unverblümten Kommentar – wir werden ihn uns zu Herzen nehmen!

    • Ingrid Burghardt-Falke

      Liebe Frau Bürger, meine Vor“schreiberinnen“ haben es schon gesagt: Wir sind heilfroh, etwas zu lesen, was uns weiterhilft. Aber natürlich möchten wir auch etwas erklären: Klar, Klatsch und Tratsch interessiert jeden, zugeben wird es keiner -genau wie Sie schreiben. Aber: Muss es dann auch unbedingt in diesem Blog so sein? Ich persönlich glaube das nicht und vor allem: In dem Fall wäre ich auch für den Blog gänzlich ungeeignet – wie kommt man an halbwegs „guten“ Klatsch? Darüber hinaus haben wir mit den Tagesspiegel-Blogs eine Konkurrenz, die uns immer überlegen sein wird. Davon müssen wir uns absetzen und wir meinten bislang, dass wir das u.a. auch tun können, indem wir gegen den Mainstream schreiben. Gut, bislang ist das nach Ihrer Einschätzung – und die werden vemutlich einige teilen – nicht so toll gelungen. Wir werden dank Ihrer Hinweise schauen, was wir ändern und trotzdem bei unserer Linie bleiben können.
      Sind unsere Beiträge wirklich zu unpersönlich? Ich persönlich dachte, dass manches schon sehr „intim“ ist.
      Wie gesagt, Ihre Kritik (und auch Ihr Schmunzeln, denn in der Tat, wir waren und sind! ziemlich blauäugig, was die Offenheit für Neues betrifft) sind für uns ein gutes Aha-Erlebnis,
      Vielleicht verfolgen Sie uns weiter – mit kritischen Hinweisen. Einen Beitrag von Ihnen – das wäre natürlich besonders hilfreich.
      Herzlich
      Ingrid Burghardt-Falke

  2. sho

    Sehr geehrte Frau Bürger,
    Ihr wunderbar konstruktiver Kommentar wird sicher beherzigt werden!

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