Berlin ab 50…

… und jünger

Die Priscus-Liste

Was sagt sie aus, wo finde ich sie?

 Unsere weiteren Nachforschungsergebnisse wollen wir natürlich auch mit Ihnen teilen.

 „Priscus“ kommt im übrigen aus dem Lateinischen und bedeutet so viel wie „altehrwürdig“. Das fanden wir nun doch sehr passend. Wir fühlen uns sogleich auch ziemlich „altehrwürdig“.

 Die Liste nennt 83 arzneiliche Wirkstoffe. Diese wiederum sind untergliedert nach ihren Einsatzgebieten.

Um nur einige aufzuzählen: Es geht u.a. um Schmerz- und Beruhigungsmittel, um Schlafmittel, Mittel bei Herzrhythmusstörungen, um durchblutungsfördernde Mittel, Mittel zur Beeinflussung der Blutgerinnung, bei Depressionen, bei Nervenleiden, bei Bluthochdruck.

Besonders viele kritische Wirkstoffe finden sich unter den Beruhigungs- und Schlafmitteln. Die Bedenken gegen diese Mittel resultieren u.a. aus der erhöhten Sturzgefahr, der verzögerten Reaktionsfähigkeit und aus den paradoxen Wirkungen, die eintreten können, also vermehrte Unruhe und Reizbarkeit.

Welche konkreten Wirkstoffe es jeweils sind, können Sie nachlesen, wenn Sie im Internet eingeben: www.priscus.net

Die Liste leistet aber noch viel mehr: Sie warnt nicht nur, sondern nennt auch Alternativen bis hin zu nicht medikamentösen Maßnahmen. Denn es ist keineswegs so, dass der Arzt keine Wahlmöglichkeit hat  – für fast alle Wirkstoffe gibt es Ersatz. Und wenn das einmal nicht der Fall ist, dann wird auch gesagt, was besonders zu beachten ist, um die unerwünschten Wirkungen möglichst gering zu halten bzw. frühzeitig zu erkennen. Dazu  gehören z.B. häufige Kontrollen der Leber- und Nierenfunktion oder eine besondere Dosierung.

 Fazit: Die Priscus-Liste, die natürlich nur eine Entscheidungshilfe sein kann und will, ist ein großer Fortschritt.

Aber sie löst nicht alle Probleme, die besonders  im höheren Lebensalter auftreten und auf die wir selbst auch achten sollen: Das ist zum einen Polypharmazie.

Das bedeutet nichts anderes, als dass wir viel zu viele Medikamente einnehmen.

Was uns aber sicher nicht zu mehr Gesundheit verhilft.

Dazu kommt die Gefahr, dass  irgendwann die Übersicht verloren geht. Wir schlucken mehr oder weniger automatisch: Weil die Ärzte es so verschrieben haben!

Denn es kommt ja hinzu: Überlegen Sie einmal, ob Sie nicht auch Mittel schlucken, die Sie sich selbst in der Apotheke gekauft haben. Weil die Freundin, der Sportfreund, die Nachbarn so gute Erfahrungen gemacht haben ….

All diese Fragen wollen wir in späteren Beiträgen ebenfalls aufgreifen. Wir halten  das für wichtig.

Bleiben Sie uns also gewogen.

Berlin50.com-Team

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