Berlin ab 50…

… und jünger

An alle Feinschmecker!

Ach, war das schön: nach einem ausgedehnten Bummel über den Ku'damm und
durch dessen feine Seitenstraßen in der winzigen Albrechts Patisserie in
der Fasanenstraße ein Plätzchen zu ergattern, einen aromatischen Kaffee
zu bestellen und sich mit einem zwar kalorienreichen, aber umso
himmlischer schmeckenden Törtchen auf den Heimweg vorzubereiten.
Und für den nicht begleitenden Partner ein paar bunte Macarons
mitzunehmen, sich unterwegs schon auf seine dankbaren glänzenden Augen
zu freuen!
Oder sich zum Klönen, besonders nach einem anstrengenden Einkauf auf dem
Winterfeldt-Markt, in der gleichnamigen Straße im Café der Albrechts
Patisserie zu verabreden; dort sich im entzückenden rot-weißen Ambiente
an einem cremigen Petit Four zu ergötzen, und, weil die Augen auch mit
essen, noch ein zweites zu probieren. Und weil es ein Augenpaar ist,
noch ein weiteres für die glänzenden Augen...(siehe oben)
Vorbei!

Beide Patisserien haben den West-Teil Berlins verlassen, befinden sich
(gegoogelt!) in Prenzlauer Berg, in der Pappelallee 36 und in der
Rykestraße 39.
Ich werde sicher mal an einem freien Tag dorthin fahren, den weiten,
komplizierten Weg auf mich nehmen - aus Neugier und weil die Süßigkeiten
so köstlich sind. 

Aber ich bin schon traurig, dass das alte Zentrum Berlins offensichtlich
nicht mehr interessant genug scheint für kleine, charmante high-lights.
Ich vermisse nicht nur die beiden Patisserien.
Aber vielleicht vermisst Frau Albrecht auch den individuellen,
gewachsenen Charme von Charlottenburg und Schöneberg!? Schön wär's!
La

3 Kommentare

  1. Karin Lust

    Ja, ein trauriger Abgesang und das, was jetzt nach Frau Albrechts Patisserie In der Fasanenstraße entstanden ist, macht den Verlust nicht kleiner: eine kleine Vinothek mit recht undurchsichtigem Konzept. Und vor allem dunkel! Was ich sowieso nicht leiden kann. Ich will etwas sehen! Aber eben auch nicht Licht ohne Charme. Und das hatte Frau Albrecht. Und sie hatte noch etwas, unbezahlbares: liebenswürdige Mitarbeiterinnen! Und dazu die Idee, alles, was eine halbe Stunde vor Verkaufsende noch im Tresen lag, verkaufte sie großzügig für 50 Prozent preiswerter.
    KL
    P.S. Nun komme nicht ein überkorrekter „Gutmensch“, der da sagt, sie hätte die Reste ja auch z.B. der Berliner Tafel spenden können. Für 5 oder 6 Küchlein wohl kaum ein sinnvolles Konzept, oder?
    P.S. Nr. zwei: Vielleicht stehen unsere bieder „Nachrufe“ irgendwann auch auf Facebook und vielleicht liest sie Frau Albrecht auf diese Weise. Und vielleicht ….

  2. M.Z.

    Das ist mir aus der Seele gesprochen, zumal gleich beide Standorte verlassen wurden. ich bin immer mit Besuchern hingegangen, am Winterfeldplatz oft mit einem Marktbummel verbunden. Wirklich schade!

  3. S.Albrecht

    vielen Dank für Ihre nette Beitrag.
    Für mich war es die richtige Entscheidung, auch wenn es mir natürlich
    leid tut, dass ich meinen Kunden im Westen “ zurück gelassen“ habe.
    Unsere Produkte finden Sie übrigens auch im Café Milch und Honig
    (Sophie-Charlotte-Straße 29), vielleicht eine Möglichkeit für Sie?
    Ich wünsche Ihnen eine schöne Weihnachtszeit und alles Gute.
    Mit freundlichen Grüßen,
    Stephanie Albrecht
    Albrechts Pâtisserie Berlin
    Rykestraße 39
    Pappelallee 36
    http://www.albrechts-patisserie.de

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