„Wenn du laufen kannst, kannst du auch tanzen“

– sagt ein afrikanisches Sprichwort. Und es stimmt auch! Das behauptet zumindest Jacqui Gauvrit. Sie leitet einen Afrikanischen Tanzkurs für Interessierten aller Generationen – auch für die über 50 Jährigen. Wie sie meint, ist der Afrikanische Tanz etwas, der zwischen Alter und Gewicht nicht unterscheidet, denn man muss weder springen noch stampfen.

FrGauvritJacqui erzählt uns etwas über die Tanztradition:

„In Afrika wird zu allen wichtigen Ereignissen getanzt. Musik, Tanz und Gesang gehören untrennbar zusammen und prägen das Alltagsbewusstsein der Menschen. Manche Tänze dienen gesellschaftlichen Zwecken oder der Unterhaltung – andere besitzen eine tiefe spirituelle Bedeutung. Man unterscheidet Kriegstänze, Fruchtbarkeitstänze, Initiationstänze, Begrüßungstänze und Tänze zur Anrufung von Geistern oder Gottheiten.“

Aber wie kommt man als Deutscher überhaupt auf so was? Jacqui sagt, dass der afrikanische Tanz eigentlich sie gewählt hat als sie mal bei einem Konzert war. Dort hat sie die afrikanische TänzerInnen gesehen, die Rhythmen haben etwas tief in ihr angesprochen und sie dachte, das möchte ich unbedingt auch machen!

In 2002 reiste Jacqui in den Senegal und damit fing ihr erstes Afrika Abenteuer an. Wie die Leute dort zu jedem Anlass getanzt haben, fand sie faszinierend.

„Die Menschen sitzen zusammen, reden, plötzlich tanzt der Großvater zwischen seinen Enkeln oder die Mama mit einer Zahnbürste im Mund.“

Aber vor allem war sie von der Tanzart selbst tief beeindruckt:

Das Faszinierende für mich ist die Energie, Dynamik und Lebensfreude dieser Tanzart. Fast immer wird der Tanz von treibenden Trommelrhythmen begleitet, diese Energie der Trommeln lässt das Tanzen fast mühelos werden. Mich fasziniert ebenfalls die soziale Komponente, es entsteht eine Gemeinschaft, in der man sich geborgen fühlen kann, aber es sind auch jederzeit spontane Solos möglich, der Solist wird von den anderen angefeuert und taucht dann wieder ein in die Gruppe.“

AfTanzDamit hat alles angefangen, und sie machte es zu ihrer Aufgabe, einen afrikanischen Tanzkurs für SeniorInnen in Berlin zu gründen. Sie wollte diese neu entdeckte Freude mitteilen und forderte alle auf mitzumachen, unabhängig von Alter, Figur und körperlichen Einschränkungen. Auf diese Weise können die Teilnehmer Körper und Geist auftanken. Das war ihr Ziel – und es ist ihr auch gelungen. Sie bekommt höchst positive Rückmeldungen. Eine Teilnehmerin schwärmt, Jacquis Unterricht sei „Therapie pur.“

Jacqui gibt zu, dass es Generationsproblemen gibt in Bezug auf traditionellen Tanz – in Afrika, wie in Deutschland. Sie findet, dass die junge Generation nicht mehr so verwurzelt in ihren landeseigenen Traditionen sei und sie die westliche Art von Tanz und Musik bevorzugen. Aber Jacqui ist überzeugt, dass afrikanischer Tanz jedem etwas anbieten kann und ihre Türen stehen ganz weit offen.

Also wer Lust hat, die afrikanische Art zu entdecken und andere kennenzulernen. gehe in den Seniorenclub in der Cunostraße 1, Samstags um 11:30h oder Montags um 12:15h. Darüber wird sich die Frau Gauvrit bestimmt freuen!

Mehr Infos stehen unter: http://www.ngoma-vata.de/

KR

3 Gedanken zu “„Wenn du laufen kannst, kannst du auch tanzen“

  1. Der Beitrag animiert ja zum Kennenlernen und Mitmachen! Leider finde ich das Video nicht sehr gelungen. Vielleicht gibt es ja die Möglichkeit, ein neues zu erstellen?!
    Viel Erfolg!

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s