Er ist da –

– der Frühling und lässt sein blaues Band wieder flattern durch die Lüfte….

Die Sonne scheint seit Tagen vom blauen Himmel, die Idee, das der Winter noch mal über uns hereinbricht, ist weit weggeschoben, das krokusFahrrad ist wieder aus dem Winterquartier geholt, die Krokusse sind in allen Parkanlagen und Gärten in üppigen Tuffs aus der Erde geschossen, die Vögel zwitschern ihr Abendlied – und meine Stimmung ist einfach sonnig. Das Licht der deutlich länger gewordenen Tage wirkt sich merklich auf die Lebensfreude aus und so beschließe ich spontan, den Balkon zu „ent-tannen“ und gelbe Stiefmütterchen zu setzen. Meine Frühlingsgefühle müssen sichtbar gemacht werden! Das Wintergrün muss einem fröhlichen Sonnengelb weichen. Obwohl es doch ein weißer, kurzer, sonniger und gar nicht grauer Winter war, ganz im Gegensatz zum Letztjährigen. Trotzdem, ich kehre dem Winter den Rücken und pflege meine Frühlingsgefühle –   und nur ganz weit hinten in meinem Kopf flüstert es „hoffentlich kommt nicht noch einmal ein Winterschub“, aber wie gesagt ganz weit hinten.

 Ich habe diese Jahreszeit immer schon geliebt, weil die Natur in Bewegung gerät, weil mit Kraft etwas Neues beginnt, weil nach denstiefmütterchen fahlen endlich wieder fröhliche Farben ins Blickfeld rücken –  aber heute nehme ich die Farbpracht intensiver wahr als früher, nicht mehr im schnellen Vorbeigehen, sondern im bewussten Innehalte und mit intensiver Freude über (fast) jede einzelne Blüte.

Beschwingt durch die März (naja, fast) -Sonne und die Freude, nicht mehr ganz so dick vermummt durch die Welt zu gehen,  entdecke ich meine Abenteuerlust und die Tatsache, dass ich für mein Alter bei der Bundesbahn belohnt werde.  Ab dem 60.Geburtstag bekommt man die Bahncard deutlich günstiger! Endgültig übermütig beschließe ich, gleich am Wochenende nach Dresden zu fahren – dort ist noch bis 2.März die Ausstellung „Schokoladenstadt – Süßigkeiten aus Elbflorenz„. Klingt das nicht nach Genuss, der auf der Zunge zergeht? Und da ich schon im Frühlingswirbel bin, werde ich mir  auch noch die neue Ausstellung „Dionysos. Rausch und Ekstase“ ansehen. Wenn schon Genuss, dann gleich ordentlich. Dresden ist schließlich von Berlin nur zwei Stunden entfernt. Und am darauf folgenden Wochenende findet die Buchmesse in Leipzig statt… ach ist der Frühling schön!

go

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