Berlin ab 50…

… und jünger

Peter Birkholz: ein Name und zwei Leben – ein Porträt

Wir möchten in unserem Blog nicht nur „Wanderer zwischen den Welten“ vorstellen, sondern auch Menschen, die in ihrer zweiten Lebenshälfte den Schritt wagten, etwas völlig anderes zu machen als in ihrem bisherigen.

Menschen, die sich entschlossen haben, das zu tun, wovon viele von uns träumen: Noch einmal neu zu beginnen und umzusetzen, was ihre eigentliche Leidenschaft war und ist. Nicht nur als erweitertes Hobby, sondern mit ganzem Einsatz und vollem Risiko. Dem Risiko nämlich, zu scheitern und vielleicht erkennen zu müssen, dass eine Passion allein nicht ausreicht, um im Alltag zu bestehen. Ein solches Scheitern wäre dann, in der zweiten Hälfte  oder vielleicht sogar im letzten Drittel des Lebens, ein kleines Drama, weil die Chance, noch einmal zu beginnen, endgültig vorbei ist. Und weil ein Lebenstraum dann zerstört wäre.

Das ist unser Ziel und wir hoffen, dass Ihnen die Porträts etwas zeigen: Dass noch alles möglich ist, auch jenseits der 50. Denn unser Blog als Plattform für alle, die in der zweiten (oder dritten) Lebensphase, stehen soll auch zeigen, dass Älterwerden nicht Stillstand bedeuten muss.

Berlinab50 Herr Birkholz, dass wir uns heute hier in Ihrem Atelier treffen, ist keineswegs selbstverständlich, denn Sie haben zu Ihrer jetzigen künstlerischen Arbeit erst spät gefunden.

Peter BirkholzP.B. Eigentlich bin ich von Beruf Ingenieur,  Jahrgang 1943, und habe in den 1960er Jahren Maschinenbau studiert. Anfangs habe ich dann Elektromotoren konstruiert, ging aber schon bald zur damals noch jungen Stiftung Warentest als Testingenieur, wurde Betriebsratsvorsitzender, IT-Chef, Projektleiter. Kam viel herum, verbrachte jede Menge Zeit auf Flughäfen, Bahnhöfen, in Sitzungssälen und Laboratorien, bei Streit auch schon mal in Gerichtssälen. Fast 36 Jahre lang habe ich das gemacht.

Berlinab50 Haben Sie sich schon vorher – als Hobby – mit Kunst beschäftigt?

P.B.  Ich war immer ein Museums- und Ausstellungsgänger. Sogar schon als Kind. Ich erinnere mich an manchen stillen Moment bei Nofretete, als sie noch im Dahlemer Museum ausgestellt war (in den 50er und 60er Jahren) und ich manchmal ihr einziger Besucher war. Mittwochs war der Eintritt frei.

Auch auf meinen beruflichen Reisen quer durch Europa war ich immer in Museen und Ausstellungen, ob Frankfurter Städel, Tate Gallery oder Tretjakow-Galerie. Nahm immer erst das letzte Flugzeug zurück nach Berlin, um irgendwo noch ein, zwei Stunden Kunst zu genießen. Selbst habe ich allerdings in der Zeit noch nichts produziert.

Berlinab50  Sie haben sich der Bildhauerei zugewandt. Das ist eine künstlerische Form, die – erst einmal praktisch gesehen – sehr aufwändig ist. Material und Werkzeug, Arbeitsprozesse – das alles braucht Raum, das lässt sich nicht nebenbei im Wohnzimmer machen.  Es bedarf Investitionen und das wiederum heißt: Einsatz von Geld und Risiko. Sie haben nie daran gedacht, sich einer anderen  – „leichteren“, weniger sperrigen – Ausdrucksform zuzuwenden? Warum gerade Bildhauerei?

P.B.  Malen oder zeichnen kam für mich weniger in Frage, obwohl ich diese Kunstform bewundere und gern anschaue. Da war ich vielleicht schon von meinem Studium her zu sehr vorgeprägt. Nächte am Zeichenbrett, darstellende Geometrie, die ganzen normativen Regeln des Technischen Zeichnens, das alles engt ein und man wird die Fessel nicht mehr los. Es  hätte wohl höchstens ein Architekturzeichner dabei herauskommen können. Da musste etwas ganz Anderes her. Außerdem interessieren mich die organischen Formen, das natürlich Gewachsene und das ist nun mal dreidimensional.

Die Bildhauerei ist eine Auseinandersetzung mit dem Material, ein Kampf, wenn man so will. Es steckt ja auch das Wort „hauen“ darin. Das Material widersetzt sich, und was dann am Ende herauskommt, ist immer ein Kompromiss, den der Künstler mit dem Holz eingehen musste. Ruth-Maria Linde-Heiliger, eine Bildhauerin von der Halbinsel Eiderstedt, hat es treffend gesagt: „Und zum Schluss spricht das Holz seine eigene Sprache“. Das kann ich nur bestätigen.

Berlinab50  Wann  und durch was ist bei Ihnen der Entschluss gereift, sich voll und ganz dem Kunstbetrieb zu widmen und, wenn man so will, es professionell anzugehen?

P.B.  Da war so etwas wie eine Initialzündung. Im Kolbe-Museum – das muss so etwa 2005 gewesen  sein – gab es eine Ausstellung von Bernhard Heiliger: „Die Köpfe“. Leider war er schon nicht mehr am Leben. Heiligers Skulpturen sind im ganzen Stadtbild des ehemaligen West-Berlins zu sehen. Die bekannteste ist die „Flamme“ am Ernst-Reuter-Platz, aber auch an der Philharmonie und vor der Schaubühne stehen Objekte von ihm. Nahezu grandios: der Große Phoenix im Lichthof des ZDF-Hauptstadtstudios Unter den Linden.

Berlinab50  Hatten Sie  schon vorher etwas von ihm gesehen?

P.B.  Ich war Bernhard Heiliger tatsächlich schon einmal begegnet. Damals war ich 18 Jahre alt und wir kamen über den Gartenzaun seines Ateliers in Dahlem ins Gespräch. Anlass war eigentlich sein Maserati, den ich bestaunte. Wir redeten über das Auto, dann kamen wir auf seine Kunst, die überall auf dem Grundstück zu sehen war.  Er nahm mich für voll, wie man so sagt, war kein bisschen abgehoben. Für einen Professor an der HdK in den 60er Jahren wohl eher ungewöhnlich. Bei der nächsten Begegnung begrüßte er mich freundlich – man kannte sich.

Fast 50 Jahre später sah ich nun seine Köpfe im Kolbe-Museum und war hin und weg. Man erkannte die porträtierten Personen sofort, trotz des hohen Grades an Abstraktion. Darin lag eine ungeheure Spannung.

Es hat mich ungemein gereizt, es selbst einmal zu versuchen. Also habe ich mir zu Hause ein paar Tage später einen Holzklotz genommen, der schon lange im Keller stand und angefangen, das Geheimnis auf meine Weise zu ergründen. Am Anfang stand also ein Versuch – von einem Entschluss zu irgendeiner künstlerischen Laufbahn konnte aber noch nicht die Rede sein. Was bei dem Versuch herauskam war „Dante“.

Berlinab50  Der Kopf ist beeindruckend, aber er beweist auch, dass Ihr Weg  zu den jetzigen Köpfen noch einige Umwege gemacht hat.Wie kam es dann zu einem eigenen Atelier? Das ist ja noch einmal ein entscheidender Schritt.

P.B. Meine Werkstatt war damals der Keller meines Wohnhauses. Dort entstanden die ersten Köpfe, Torsos und auch ein Stahlrelief nach einem Portrait. Doch der Keller wurde zu klein und ich machte mich auf die Suche nach einem geeigneteren Raum, studierte Immobilienanzeigen. Doch wie so oft im Leben entschied der Zufall. In Zehlendorf entdeckte ich eine zauberhafte, leer stehende Hofremise  und ich griff sofort zu.

Nach einem Jahr hatte ich schon so viel produziert, um gemeinsam mit einer befreundeten Malerin eine erste gemeinsame Vernissage zu wagen. Sie brachte kaum Geld, doch immerhin Anerkennung, auch bei anderen Künstlern.

Nach drei Jahren wurde mir die Remise leider zu teuer, auch wegen der enormen Heizkosten im Winter.

Berlinab50 Wann haben Sie Ihr Atelier eröffnet? Denn ein Atelier bedeutet ja auch, dass Sie Ihre Kunst verkaufen bzw. einem größeren Kreis zugänglich  machen wollen. Und es bedeutet, ein Teil von sich zu offenbaren. Denn Kunst hat ja immer etwas mit dem „Selbst“ zu tun, mit Gefühlen und innerlichen Befindlichkeiten.

P.B. Mit dem Zehlendorfer Atelier habe ich im Frühjahr 2007 begonnen. Es ging mir in erster Linie um einen geeigneten Ort, um arbeiten zu können, weniger darum auszustellen. Natürlich ist es zweckmäßig, wenn die Räume auch zur Galerie taugen. Doch ist eine Bildhauerwerkstatt, in der man sehen kann, unter welchen Umständen die Werke entstehen, viel authentischer. Die Besucher wollen die Skulpturen nicht nur anschauen, sondern auch deren Geschichte erfahren; wo das Holz herstammt, welche Schwierigkeiten es bei der Bearbeitung gegeben hat, woher ich die Inspiration bezogen habe. Sie wollen die Werkzeuge sehen, erfahren, wie man sie schleift und wo ich sie her habe. Einige davon sind übrigens an die 100 Jahre alt und könnten ihre eigene Geschichte erzählen. Andere habe ich aus Portugal und England mitgebracht oder auf Trödelmärkten entdeckt, restauriert und Rasiermesser scharf geschliffen.

Berlinab50  Sie arbeiten mit Holz und Metall? Warum gerade diese Materialien? Sie sind ja nicht leicht zu bearbeiten. Und die späteren Objekte brauchen Raum, auch beim späteren Käufer. Das ist sehr anspruchsvoll.

P.B.  Mein Material muss widerspenstig sein, darf sich nicht gleich hingeben und sich ganz meinem Willen beugen. Das Arbeiten mit Ton oder Gips habe ich noch nicht ernsthaft probiert – es reizt mich auch nicht. Lear (3)Das Spannende ist doch, wenn das Ergebnis nicht von vornherein feststeht. Plötzlich entsteht beim Arbeiten ein Riss im Holz, wird immer breiter, geht direkt durch die Krone und durch das Auge von König Lear – und plötzlich ist es da, das Zerrissene in diesem Charakter.

Stahl ist natürlich anders: Dauerhaft, quasi für die Ewigkeit, doch durch Lichteinfall, mechanische Oberflächenbehandlung, Korrosion oder Patinieren mal kalt und rau, mal warm und sogar seidig glänzend. Gerne verwende ich ausgesuchte Stücke vom Schrottplatz, die schon ein anderes Leben hinter sich haben. Eine rostige Ofenplatte zum Beispiel, aus der ich die Formen ausschneide, die ich haben will..

Berlinab50 Was ist zuerst da? Das Material, dem Sie eine Form abverlangen, oder die Form in Ihrem Kopf, dem Sie ein Material zuschreiben?

P.B. Am Anfang ist das Material – ganz eindeutig. Das Holz bestimmt, was einmal daraus werden soll. In einem Fall hatte ich ein Stück Chataigne – das ist das Holz der Esskastanie – drei Jahre lang im Atelier liegen, bevor ich endlich anfing daran zu arbeiten. Das Ergebnis war zunächst enttäuschend, doch nach beherztem Teilen wurden zwei recht interessante Skulpturen daraus, die auch jedem Atelierbesucher ins Auge fallen – ein stilisierter Kopf und ein markanter Tierschädel, der an einen Elefanten erinnert.

Meine Hölzer kommen aus Gärten, von Sammelplätzen der Gartenbauämter, mal aus einem Olivenhain oberhalb von Nizza, mal aus der Auvergne. Meistens bekomme ich sie geschenkt. So ein schönes Stück Erle oder auch Eiche von freundlichen Forstarbeitern, auch Kiefer, Esche, Robinie, Ahorn. Frisch geschlagenes Holz muss für mehrere Jahre trocknen, bekommt manchmal Risse oder ist  von Schädlingen befallen, die es unbrauchbar machen. Inzwischen habe ich ein ganzes Lager interessanter Hölzer.

Berlinab50 Sie arbeiten immer gleichzeitig an mehreren Objekten. Kommt es vor, dass Sie ein angefangenes Stück für immer unvollendet beiseitelegen?

P.B. Nein, das passiert nicht. Es kann sein, dass zwischen Beginn und Ende ein längerer Zeitraum liegt, weil ich noch nicht den richtigen Weg, den Ausdruck gefunden habe, aber irgendwann kommt dann  die Idee zurück. Und das Stück wird fertig.

Berlinab50 Wie und wo haben Sie sich die handwerklichen Fähigkeiten angeeignet?

P.B. Die liegen wohl auch ein bisschen in den Genen: Die Großväter, mein Vater, die Onkel – fast hätte ich gesagt auch Tanten – waren Schlosser. Zum Ingenieurstudium gehört zudem ein technisches Praktikum. Meines dauerte zwei Jahre, in denen ich viele Werkstätten einer Turbinen- und Großmaschinenfabrik durchlief. Ich habe alles, was ich lernen konnte, in mich aufgesogen und was ich in die Hand bekam, gelang. So habe ich beispielsweise auch Schweißen gelernt, aber auch wie man Holzwerkzeuge schleift, was von größter Wichtigkeit ist.

Berlin ab50 Haben Sie so etwas wie ein Vorbild (klingt ein bisschen merkwürdig, ich weiß)? Gibt es Künstler, die Sie besonders schätzen, innerhalb und auch außerhalb der Bildhauerei?

P.B. Ja, das ist die schon erwähnte Ruth-Maria Linde-Heiliger, die sich übrigens von ihrem berühmteren Mann scheiden ließ, weil sie immer nur als dessen nette Ehefrau, nicht aber als eigenständige Künstlerin wahrgenommen wurde.

Doch nicht nur sie allein – auch Naum Gabo, Julio Gonzalez und Erich Heckel könnten so etwas wie Vorbilder sein. Erst später habe ich festgestellt, dass sie im früheren Leben Architekten oder Ingenieure waren und als Künstler eigentlich Autodidakten. Da gibt es offensichtlich etwas Gemeinsames – man (er)kennt sich.

Berlinab50 Haben Sie sich als Mensch verändert durch Ihre Kunst? Hat Ihr Umfeld noch etwas mit dem zu tun, in dem Sie sich früher in Ihrer Berufszeit bewegt haben?

P.B. Ich fühle mich freier und unabhängiger, auch vom Urteil anderer. Eigentlich ist es mir egal, ob meine Werke möglichst Vielen gefallen. Ich muss in erster Linie damit zufrieden sein. Linde-Heiliger hat es wieder am besten beschrieben: „Ich selber muss mit meiner Arbeit zufrieden sein, nicht andere. Wenn sie anderen gefällt, ist es eher eine Zugabe. Das gibt mir die Freiheit, in der Anerkennung meiner Arbeit nicht von anderen abhängig zu sein“.

Mein früheres, berufliches Umfeld (nicht aber die Freude an meinem Beruf!) habe ich verlassen und ziehe mich auch nach Jahren immer weiter zurück. Das war eine andere Zeit, auch schön, doch vorbei. Natürlich sind noch befreundete ehemalige Kollegen da und jederzeit willkommen, doch die Personen suche ich mir schon aus.

Berlinab50 Köpfe und Reliefs sind  Ihre Hauptthemen?

 P.B.  Die Torsos wären da noch zu erwähnen. Für mich sind in der Kunst die Menschen am interessantesten. Wäre ich ein Maler, würde ich wohl Porträts beziehungsweise Menschen malen, weniger Landschaften oder Stillleben. In anderen Menschen suchen wir uns doch immer wieder selbst. Wie anders sollten wir zu Anschauungen, Meinungen und Beurteilungen gelangen als im Dialog mit anderen. So entstehen auch meine Skulpturen. Das Material Holz oder auch Stahl ist mein Partner in einem stummen Dialog und nimmt dabei Gestalt an.

Am Wichtigsten ist es, zu einer Inspiration zu kommen. Die kann man nicht erzwingen. Plötzlich bleibt irgendwo etwas hängen, was ich künstlerisch umsetzen will. Es geht überhaupt nicht darum, das Gesehene naturgetreu, eins zu eins umzusetzen, sondern nach einer eigenen Interpretation zu suchen.

Berlinab50 Ihre Werkverzeichnisse sind in den Jahren stetig umfangreicher geworden.

P.B. Das stimmt wohl. Allerdings habe ich im letzten Jahr nicht so viele  größere Arbeiten fertig gestellt.

 Das liegt daran, dass ich auf die verrückte Idee verfallen bin, „Schutzengel“ zu machen. Das sind kleine Wandfiguren, die aus Holzresten entstehen. Ganz archaisch. Den ersten hatte ich für meine kleine Enkelin (3) ausgedacht  und der gefiel rundum  so gut, dass auch andere einen haben wollten. Inzwischen habe ich Dutzende davon hergestellt.

(Berlinab50: Die „Schutzengel“ werden wir in einem kleinen Tipp extra vorstellen, vor allem die Idee, die dahinter steht.)

Berlinab50 Ihre Kunst ist haptisch, sie muss berührt werden, nicht wahr?

P.B. Das stimmt – und Berühren ist auch erlaubt. Ich fordere Gäste sogar manchmal dazu auf

Berlinab50  Noch etwas zu Ihrem Umfeld: Sie haben sich einer Gruppe angeschlossen? Welche Gründe haben dazu geführt? Geht es um gegenseitige Befruchtung?

P.B.  Als Künstler ist es nicht ganz leicht, bekannt zu werden. Meistens liegen die Ateliers auch etwas versteckt und werden kaum wahrgenommen. Deshalb ist es wichtig, an gemeinschaftlichen Veranstaltungen, wie beispielsweise der Südwestpassage in Friedenau, teilnehmen zu können. Allerdings findet die nur einmal im Jahr statt, und darauf konzentriert sich dann alles. Es ist ja auch ein enormer organisatorischer Aufwand, der nur mit finanzieller Hilfe von Sponsoren möglich ist. Allein ist so etwas nicht realisierbar. An den zwei Tagen der offenen Ateliers kamen im letzten Jahr über 100 Gäste!

Berlinab50 Eine letzte Frage: Sie verkaufen Ihre Objekte? Wie schwer fällt es Ihnen, sich von ihnen zu trennen? Und Sie wissen ja nicht immer, wo sie am Ende platziert werden? Ist Ihnen das wichtig?  Es gibt in Ihrer Werkschau ein Werk, das unverkäuflich ist. Ist es indiskret zu fragen, warum nicht?

P.B.  Natürlich würde ich gerne mehr verkaufen, denn ein Atelier kostet Miete. Die Skulpturen, die ich bisher verkauft habe, haben zum Glück auch den richtigen Liebhaber und einen guten Standplatz gefunden. Das ist mir sehr wichtig. Eine Skulptur, die vergessen in einer Ecke verstaubt, wäre für mich nicht nur ein trauriger Anblick, sondern auch verletzend. Mit  meinen Kunden konnte ich glücklicherweise gemeinsam die geeigneten Standorte aussuchen. Ein solcher  lässt sich nämlich kaum im Voraus bestimmen. Ein Kunstwerk setzt sich am Ende durch und verlangt sein Recht auf den richtigen Ort.

Von einigen Werken würde ich mich nur ungern trennen, denn keines wäre exakt reproduzierbar. Ich habe einige im Internet deshalb (noch) als unverkäuflich gekennzeichnet. Damit bewahre ich mir die Freiheit, zu einem Interessenten auch nein zu sagen. Zwei Werke stehen zu Hause in der eigenen Wohnung. Sie würden mir sehr fehlen. Natürlich braucht ein Künstler eine Muse, und sei sie nur ein Traum. Doch wenn man den verrät, fliegt er bekanntermaßen unwiederbringlich davon…

Berlinab50  Herr Birkholz, wir bedanken uns für dieses intensive Gespräch und hoffen, dass es dazu führt, dass auch andere, die den Plan haben, etwas Neues zu beginnen, den Mut fassen, ihn umzusetzen.

Und wir hoffen auch, dass wir Interesse wecken konnten, Sie in Ihrem Atelier zu besuchen und selbst zu schauen, zu fühlen und – vielleicht – zu fragen.

Schauen Sie sich die Homepage von Peter Birkholz an. – Sie werden noch viel mehr entdecken. www.atelier-WIL2.de

Darüber hinaus sind Seine Arbeiten auch in der Online-Kunstgalerie Artists zu sehen  http://www.artists.de/wil2.html.

I.B.F. für berlinab50

Ein Kommentar

  1. Birgitta

    Das Porträt von Peter Birkholz war sehr spannend. Ich kann einen Besuch im Atelier nur empfehlen. Zum einen, um ihn persönlich kennen zu lernen – ein interessanter Mann – zum anderen um sich von seinen Werken beeindrucken und inspirieren zu lassen. Besonders schön sind auch die Schutzengel- und sogar zum „Mitnahmepreis“
    Ich wünsche Peter Birkholz alles Gute und weiterhin viel Schaffenskraft.

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