Berlin ab 50…

… und jünger

Besuch aus Warschau

Besuch einer Polnischen Delegation  aus Warschau bei  Senioren von Berlin Charlottenburg-Wilmersdorf  im Februar 2014 

Im November 2013 erhielt  Frau Lampante, die Koordinatorin der Seniorenclubs im Bezirksamt, eine  Anfrage vom Centrum Kultury Wilanów aus Warschau. Man war sehr interessiert an einem Austausch von Informationen über  die Seniorenarbeit  in unserem Bezirk. Diese Anfrage wurde  an die Gruppe „Internationale Begegnungen“  weitergeleitet.  Dort treffen sich Senioren  aus allen Kontinenten.  Sie überwinden Sprachbarrieren, indem  mehrmals im Jahr Feste in den Clubs des Bezirkes  gefeiert werden. Durch das gemeinsame Organisieren entstehen dann viele Kontakte und Freundschaften.  Alle waren von dieser Anfrage von unseren geografisch so nahe gelegenen polnischen Nachbarn sehr angetan. Man sah viele Möglichkeiten eines lebendigen Kontaktes und auch über freundschaftliche Treffen, sowohl  in Warschau als auch in Berlin. Es folgte ein reger Schriftwechsel und es wurden viele Informationen  (Paketweise) weitergegeben.

Dann war es soweit, zwei Warschauer Damen kamen zu einem ersten persönlichen Kennenlernen für  5 Tage nach Berlin,warschau zu besuch wo sie bei einer unserer Seniorinnen  privat  wohnen konnten.  Das Besuchsprogramm war gefüllt mit  Besuchen in den Seniorenclubs und intensiven Gesprächen mit den Clubleiterinnen. In allen Einrichtungen wurden die beiden Damen aufs herzlichste  empfangen und auch für das leibliche Wohl  wurde gesorgt. Beide Damen waren beeindruckt  und begeistert von der Vielfalt der angebotenen Kurse.  Sie hatten auch Gelegenheit in verschiedene  Veranstaltungen reinzuschnuppern  und sich mit den teilnehmenden Senioren auszutauschen. Die Kommunikation war problemlos da die ältere Dame perfekt die deutsche Sprache beherrschte und die  junge Vertreterin des Kulturzentrums Wilanów die englische Sprache konnte. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten unserer Hauptstadt  wurden  ihnen gezeigt und abends  ging es noch ins Theater.  Während des gesamten Aufenthaltes  wurden sie  von vier Seniorinnen abwechselnd  begleitet und betreut.  Als sie am Samstag von ihren Betreuerinnen am Zug nach Warschau verabschiedet wurden, ist so manche Abschiedsträne geflossen, denn trotz der kurzen Zeit, wurden sehr persönliche Bindungen geschaffen.  Zuletzt noch diese Information: Im Mai dieses Jahres möchte eine  Gruppe von  ca. 40 Senioren aus Wilanów für ca. 4 Tage nach Berlin kommen, wir sind jetzt schon gespannt darauf,  was da auf uns zukommt, vor allem, da es schon ein paar lockere Verabredungen für gemeinsame Projekte gegeben hat.

Wer sich gerne an den vielfältigen Aktivitäten im Rahmen der „Internationalen Begegnungen“ beteiligen möchte, ist herzlich eingeladen Kontakt aufzunehmen: immer montags in der Zeit von 9.00 – 10.30 Uhr im Seniorenclub Herthastraße 25a in 14193 Berlin.

 Elisabeth Langard

 

 

 

 

 

 

 

 

Ein Kommentar

  1. fabu

    Ich bin zwar in keinem der Berliner Seniorenclubs integriert – vielleicht ist es der Begriff „Senioren“, die mich . zugegeben unberechtigt – zögern lassen, aber ich bin beeindruckt, wenn ich solche Berichte wie diesen lese.
    Zeigt er doch auch, dass unsere polnischen Nachbarn – vielleicht mehr als wir? – über die Grenzen gucken und offen für Begegnungen sind. Und offenbar auf sehr viel Gegenliebe und Engagement von Seiten der Berliner Seniorinnen gestoßen sind (merkwürdig: Es schienen nur Frauen gewesen zu sein – was ein gutes und schlechtes Zeichen ist. Gut auf jeden Fall für das „Bild der Frau“).
    Trotzdem bin ich ein bisschen – nun ja – enttäuscht: Ich hätte gern mehr erfahren, wie die Besucherinnen die Seniorenarbeit im Vergleich zu der in ihrem Land sehen. Welche Probleme , Sorgen und Fragen all die haben, die wie wir jenseits der 50 sind. Wie sich das Zusammenleben mit der jüngeren Generation gestaltet? Was hat sich für diese Gruppe nach der Wende geändert hat, z.B. hinsichtlich der Versorgung im Alter? Sind Seniorenheime auch in Polen ein Problem? Oder anders: Warum kommen ihrer Meinung nach so viele polnische Pflegekräfte nach Deutschland? Fehlen sie dann im eigenen Land?
    Natürlich haben Sie Recht, wenn Sie sagen, dass es für solche Gespräche Zeit braucht und ein gutes Maß an gegenseitigem Vertrauen. Aber es wäre schön, wenn sich darüber nach dem nächsten Besuch im Mai etwas in diesem Blog nachlesen ließe. Für alle, die (noch) den Weg zu den „Internationalen Begegnungen“ im Club scheuen.
    Viel Erfolg.
    fabu

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