Berlin ab 50…

… und jünger

Ein Musik-Geheimtipp

Ein Tipp: Fünf Klavierkonzerte und ein großartiger Förderer

Ein Porträt im Tagesspiegel (11.5.) hat uns auf die Spur gebracht – deshalb wollen auch wir darüber berichten. Zumal es eine Eigeninitiative ist, die man einfach herausheben muss und Berlin auf feine Weise bereichert. Nur: Sie muss noch bekannter werden.
Das war die Vorrede, nun zur Hauptrede:
Es geht um ein Klavierfestival, das in der Zeit vom 16. Mai bis zum 25. Mai 2014 zum dritten Mal stattfindet.

Gründer ist Barnaby Weiler, der inzwischen im Berliner Musikleben einen höchst anerkennenden Ruf genießt. Weiler ist Engländer und hat vor seinem Umzug nach Berlin vor rund acht Jahren in London gelebt. Was ihm ziemlich schnell an Berlins Musikkultur auffiel, war, dass es – anders als in London – nur ein relativ schwach ausgeprägtes Angebot an Klavierabenden gab, bei denen Künstler auftreten, die zwar bereits einen Namen haben, aber dennoch nur selten oder noch gar nicht in Berlin gastierten.

Weiler hat diese Londoner Musikabende vermisst. Und weil er ein mutiger und vor allem begeisterter Musikliebhaber ist, entschloss er sich, Berlin mit einem Klavierfestival zu beglücken. Denn beglückend ist es, was er auf die Beine gestellt hat.
Mit ausschlaggebend war, dass Berlin mit dem kleinen Saal des Konzerthauses genau über den Ort verfügt, den er für seine Idee sich vorstellte. Klein, intim und – wie er sagt –mit einer hervorragenden Akustik. Was er erreichen wollte, war „Pianisten hautnah erleben“. Und das ist ihm gelungen.
Die Künstler und Künstlerinnen, die er bislang und auch für dieses Jahr gewinnen konnte, sind international anerkannt – manche aber noch ein Geheimtipp. Jung und alt ist gut gemischt.

In diesem Jahr treten auf: Nikolai Lugansky (16. Mai mit Werken von Franck, Prokofjew, Rachmaninow). Es wird das erste (!) Solokonzert sein, das Lugansky in Berlin gibt – für Weiler eine Tatsache, die ihn sehr überrascht hat. Denn als Interpret russischer Klaviermusik ist er in der ganzen Welt berühmt.
Am 19. Mai spielt Francesco Piemontesie (Mozart, Beethoven, Debussy, Schubert), am 21. Mai Freddy Kempf (Beethoven, Schumann, Mussorgski. Er war auch schon bei den letzten Festivals dabei). Angela Hewitt können Sie am 23. Mai hören (Bach, Beethoven, Liszt) und am 25. Mai Elisso Virsaladze, die das Publikum schon beim ersten Festival enorm beeindruckte (Mozart Brahms, Haydn und Schumann).

Barnaby Weiler – und das ist das zweite Bemerkenswerte verzichtet auf Fördergelder und baut nur auf Sponsoren. Und geht damit auch das Risiko ein, Verluste selbst zu tragen.
Welch ein Engagement, nicht wahr?

Die Karten kosten ab 39 €, für alle Konzerte sind noch Karten zu haben.Kleiner Konzertsaal, Gendarmenmarkt, Tel. für Kartenbestellung: 20 30 92 101. http://www.konzerthaus.de

I.B.F.

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