Berlin ab 50…

… und jünger

Und ich gucke immer noch Fußball!

Fussballfans wartend

Fussballfans wartend

Aber bei uns vor dem heimischen Fernseher. Und wenn „unser“ fachmännischer Kommentator Mehmet Scholl davon spricht, dass “ wir inder Tiefe des Raums dieses oder jenes sind und dass wir im letzten Drittel die Räume dicht halten und wir überhaupt unsicher sind“ – dann kann er zumindest mich nicht meinen. Ich sitze zu Hause!

Das Spiel gegen Ghana – dazu fällt mir nur ein: Andere können auch Fußball! Und wenn „uns“ das Selbstbewusstsein abhanden gekommen ist und das Ganze ein wenig unkonzentriert daher kommt, dann wird es eben nichts mit dem vorzeitigen Einzug in die nächste Runde. Da „beißt die Maus keinen Faden ab“, so einfach ist das – aus meiner Sicht, die natürlich nicht die relevante ist!

Dass Italien England keine Schützenhilfe geleistet hat, sondern mit seinem Aus auch das der Engländer besiegelt hat – das ist wie in der großen Politik, nur mit umgekehrten Vorzeichen. Hier sind die Briten diejenigen, die so manchen lieber im Regen stehen lassen möchten.

Überhaupt: Der Absturz einiger Legenden – das sind schon Dramen pur. Denn manchmal geht es ja wohl nicht nur um ein frühzeitiges Ausscheiden, sondern um das Ende einer Ära. Und das hat dann schon etwas Dramatisches. Dazu fällt mir wiederum England ein: Nun trifft Rooney endlich wieder – und doch ist es zu spät.

Finke und Hitzfeld, beinahe Urgesteine ihrer Zunft – auch ihre Zeit ist vorbei. Da kann man leicht melancholisch werden, nicht wahr? Denn prompt fällt mir ein, dass auch meine aktive Zeit sehr endlich ist.
Wie es Klinsmann und Vogts – auf Verderb und Gedeih jetzt aneinander gekettet – ergehen wird, wir werden sehen.

Wenn das Spiel langweilig wird (in meinen Augen!), dann gucke ich mir die Spieler genauer an. Und bin fasziniert von den Haartrachten. Italien, Frankreich, Ghana – deren Spieler sind höchst kreativ. Ich stelle mir vor, wie sie mit ihrem Friseur zusammensitzen und sich einen neuen Coup ausdenken. Den bisher besten Schopf habe ich am Sonntag gesehen: bei den Ghanaern. Die Nr. 3 hat seine „3“ zur Sicherheit auch am Kopf „einrasieren“ lassen – wer weiß, wozu es gut ist.

Ebenso die Schuhmode: Gab es nicht einmal Zeiten, in denen alle Fußballer einer Mannschaft die gleichen Schuhe tragen mussten, nämlich schwarze Und gab es nicht einen Aufschrei, also plötzlich Elber mit weiß auflief? Tabubruch!! Jetzt gibt es nichts mehr zu brechen. Weil es keine Tabus mehr gibt. Kunterbunt geht’s zu; Pipi Langstrumpf lässt grüßen: bloß nicht rechts und links dieselben Farben! Wie fad wäre das!

Fußball bildet! Zumindest mich und meine geographischen Kenntnisse: Die Elfenbeinküste zum Beispiel. Ich gestehe, dass ich bislang nicht so genau wusste, wie ich das Land einzuordnen habe. Ich habe nachgeschlagen (bei Google bzw. Wikipedia, ein Lexikon hätte es allerdings auch getan)) und jetzt kenne ich den offiziellen Namen – Republique de la Cote-d’Ivoire – (und es ist offiziell – unter Strafandrohung – nur dieser Name, den die Einwohner nutzen dürfen) weiß genauer, wo es liegt, kann die Hauptstadt aufsagen (Abidjan) und das Jahr der Unabhängigkeit (1960). Ohne Fußball hätte mich das vermutlich nicht so interessiert.

Und ich weiß auch etwas über Tiki-Taka. Ob das lebensnotwendig ist, das sei dahingestellt. Zumal es offenbar den leisen Tod ereilen wird. Tiki-Taka ist der spanische Begriff für Klick-Klack-Kugeln. Und 2006 tauchte er zum ersten Mal auf, kreiert von einem Reporter.
Was Tiki- Taka fußballerisch bedeutet, das erzähle ich Ihnen nicht – es wissen eh’ alle (und ich jetzt auch!).

Und ich werde weiter gucken. Ob mir dazu noch etwas einfällt? Schauen Sie einfach zwischendurch in unseren Blog – wenn Sie mögen.

I.B.P.

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