Berlin ab 50…

… und jünger

Tristesse am Kurfürstendamm

Tristesse am Lehniner Platz

Lehniner Platz4Suchen Sie Einsamkeit und Trostlosigkeit am berühmten Kurfürstendamm?
Dann lassen Sie sich am besten nieder auf einer der vielen bequemen
Parkbänke auf dem Lehniner Platz, gegenüber des wunderschönen
Gebäudeensembles aus den 20/30er Jahren des Berliner Architekten Erich Mendelsohn.
Lehninger PlatzNiemand wird Ihnen den Platz streitig machen: Weder Anwohner der
umliegenden Häuser noch Mittagspäusler aus den vielen angrenzenden Büros
und Praxen, keine spielenden Kinder, chillende Jugendliche, erschöpfte
Touristen noch Trinker oder Obdachlose.

Vermutlich möchten die meisten Abwesenden nicht ihr Gemüt belasten durch den zwangsläufigen Blick auf das oft sonnenbeschienene Symbol des unausweichlichen Todes:
Eine massive, große, schwarze Grabplatte, die die ungewöhnliche
Triangelform des Platzes unbeholfen unterbricht.

Lehniner Platz3Bei genauerer Inspektion des unbelebten Blocks erkennt man, dass es sich um einen Brunnen handelt, der aber – oft „unbewässert“ –  für mich auch nur einen weiteren HInweis auf verdorrte Chancen darstellt.

Nichts und niemand belebt während der Woche den kleinen Platz . Nur samstags sind für ein paar Stunden einige kleine Marktstände aufgebaut. Es gibt keinen Kiosk und auch nicht ein dringend notwendiges Toilettenhäuschen.

Lehniner Platz3Wie schön wäre doch ein kleines Café dort, angesiedelt in einem Pavillon, der den Stil des architektonischen Juwels von der gegenüberliegenden Straßenseite aufnimmt, umrahmt von einer kleinen Gartenkultur aus den 1920ern!
Dann würde ich mich dort gerne aufhalten, besonders im Sommer draußen und den Platz nicht nur nutzen, um an der dortigen Haltestelle in Busse zu steigen, die mich an zwar etwas entlegene, interessantere Plätze
bringen, z.B. den verträumten Hagenplatz oder den „Insidertreff“ Am
Roseneck.
Wer andere, gerne bessere, Ideen für die Belebung des Lehniner Platzes
hat, möchte sich hiermit doch bitte aufgefordert fühlen, diese hier
kundzutun! Es würde mich sehr freuen!
Danke!

Ditta

Fotos (c) go

4 Kommentare

  1. Ich freu mich – auch in München – schon immer auf & über eure Beiträge. Superfotos!!!
    I am a Berliner:))))

  2. AM

    Ganz stimmt die Beobachtung nicht: Das Wasserbecken findet durchaus Anhänger: Es gibt einige Obdachlose, die sich dort ab und an waschen. Ob das im Geiste der Erfinder ist, darf bezweifelt werden. Aber da das ganze Projekt missglückt ist, ist das Nutzen als kleine Waschanstalt irgendwie auch versöhnlich. Protest? Nur zu.
    AM

  3. Dita

    Hallo AM
    Die Nutzer der „Waschanstalt“ habe ich noch nie getroffen, aber es freut mich, dass das Becken einen Zweck erfüllt! Leider müssen sie (die Nutzer) aber fit sein und genau abpassen, wann das Wasser zur Verfügung steht!
    Ditta

  4. AM

    Das ist wohl wahr, aber vielleicht kommt es den Nutzern nicht so sehr auf Regelmäßigkeiten an. Vermutlich reicht die Chance …
    Ach ja, Kindern gefällt es im übrigen auch – das Planschen! Ob mit oder ohne Strümpfe.
    AM

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