Berlin ab 50…

… und jünger

Sie sind noch auf der Suche?

Nach dem letzten noch fehlenden Geschenk. Für einen besonderen Menschen, für einen, der schon alles hat.
Vielleicht haben wir etwas für Sie!

20141218_104228_resizedUnser Tipp heißt: „Now I Lay me down“!

Was das bedeutet? Lassen Sie es sich erklären:
Es verbirgt sich dahinter ein „Dunkelkonzert“. Ort des Geschehens: Haus der Berliner Festspiele in der Schaperstraße.

Stellen Sie sich den Bühnenraum im Haus der Festspiele vor: der Saal dämmrig und ausgestattet mit Liegen, die erhöht stehen und mit einem Stück Rollrasen bedeckt sind.
Das ist für die Zeit des Konzerts Ihr Platz. Beziehungsweise der des Beschenkten, der natürlich auch Sie selbst sein können! Mit Decken und warmen Strümpfen machen Sie es sich auf der Liege bequem.

Für ein Konzert eine ungewöhnliche Position, nicht wahr? aber Sie werden sie lieben lernen. Sie werden sich entspannen und in der Dämmerung zur Ruhe kommen.

Das Dämmerlicht verlischt zu den Klängen von der Sinfonia aus Bachs Kantate: „Ich hatte zu viel Bekümmernis“. Dann erklingen aus der völligen Dunkelheit heraus und in sie hinein Zeilen von E.E. Cummings. Sie lauten „What a gently welcoming darkestness“. Es sind die Anfangszeilen des Gedichts, nach dem das Projekt auch benannt wurde: „Now I lay (with everywhere around)“.

Nach Cummings sind Nacht, Tod und Regen die Grundgegebenheiten, 20141218_104228_resizedSonne, Leben und Tag nennt er Leihgaben. Die Regisseurin des „Dunkelkonzerts“, Sabrina Hölzer, hat das perfekt umgesetzt, indem sie das Licht völlig aus dem Raum verbannt hat. Die Dunkelheit gibt nichts mehr preis – weder Gestalten, noch Formen, noch Bewegung. Auch sich selbst spürt man nur noch als „Ohr“, das als einziges der Sinne nun alle Sinne in sich vereint.

Mit einem Klangerlebnis des Solistenensembles Kaleidoskop geht es weiter, das eigentlich vertraute Klänge zu einer ganz neuen Erfahrung macht. Möglich ist das durch das völlige Fehlen visueller Reize. Danach folgen Benjamin Britten, George Crumb und Samuel Barber.

Am Ende des Konzerts gehen Sie mit der Erfahrung nach Hause, nicht nur die Musik gänzlich neu gehört zu haben, sondern mit der Erkenntnis, dass dieses Zurückgeführt werden auf sich selbst Sie zumindest für eine kleine Weile eine neue Selbsterfahrung Ihrer Selbst war.

Ist das nicht ein außerordentliches Geschenk? Geschenkte Erfahrung?

Zu den „banalen“ Einzelheiten: Die Konzerte finden statt: 8.1.-11.1. und 15.-18.1.2015 (Premiere war bereits am letzten Wochenende). Karten gibt es nur im Vorverkauf aufgrund der besonderen Gegebenheiten. Preiskategorie: 24,00 €, ermäßigt 16,00 €. Das Konzert ist nicht geeignet für Menschen, die in der Dunkelheit Angst haben oder sich unwohl fühlen.
Alle weiteren Einzelheiten auf der Internetseite: www.berlinerfestspiele.de

I.B.F.

Fotos (c) I.B.F.

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