Berlin ab 50…

… und jünger

Ein (Buch-)Tipp: Michael Bienert und Erich Kästner

 

Eine wunderbare Kombination, die Sie sich nicht entgehen lassen sollten. Die „leibhaftigste“ Möglichkeit dazu ist leider schon passé: Michael Bienert wird am 25. Februar sein Buch „Kästners Berlin“ im Lesesalon des Tagesspiegel vorstellen. Eine Wiederholungsveranstaltung und trotzdem schon jetzt „ausverkauft“. Ob sich dennoch Karten ergattern lassen, ist wohl eine Frage des Selbstversuchs.

kästnerAber es bleibt ja das Buch“ Und das ist ganz wunderbar und hat den Vorteil, dass Sie es immer und immer wieder lesen und anschauen können.

Kästner ist 1927 nach Berlin gezogen (für ihn war Berlin das, was es auch für uns ist: „der einzige Boden in Deutschland, wo etwas los ist“!!!). Die Prager Str. Nr. 17 war sein erster Wohn“sitz“, wobei das ziemlich euphemistisch formuliert ist. Er war „ein möblierter Herr“.

Er schrieb für die „Weltbühne“. Und deren Verlegerin war es auch, die Kästner dazu brachte, Kinderbücher zu schreiben. Z.B. „Emil und die Detektive“. Das Gegenstück zu „Fabian. Die Geschichte eines Moralisten“, ein Buch, das ein sehr viel düsteres Bild vermittelt. Oder „Pünktchen und Anton“ – wer erinnert sich da nicht an die spannenden heimlichen (?) Leseabendstunden als Kind.

Michael Bienert wandert mit Kästner durch Berlin. Er zeichnet alle Stationen nach, die in Kästners Berliner Werken eine Rolle spielen. So unter anderem die Verfolgungsjagd, die sich Emil mit dem Dieb liefert. kästner1Er vereint historische Bilder mit solchen aus der Gegenwart. Wobei es ihm gelungen ist, höchst interessante Fundstücke aufzuspüren. Und natürlich stellt Bienert auch eines der Kästnerschen Klassiker vor: das Gedicht „Besuch vom Lande“!

Es gäbe noch viel zu berichten über das Buch und auch über Michael Bienert, der ja u.a. auch Joseph Roth, Kleist, Fontane und Brecht in „ihrem“ Berlin begleitet hat („Mit Brecht durch Berlin“. Oder : „Joseph Roth in Berlin“).

Ich will aber weder die Vorfreude schmkästner iB rückenälern noch würde es mir gelingen, all das aufzuzeigen, was Sie im Buch finden.

Michal Bienert: Kästners Berlin. Literarische Schauplätze
Verlag für Berlin und Brandenburg, 160 Seiten, 176 (!) Abb. , 24,99 €.

Lassen Sie sich verführen und „lesen“ Sie sich noch einmal zurück in Ihre Kinderzeit mit Emil, Herrn Grundeis, Pünktchen und Anton.

I.B.F.

Fotos (c) go

 

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