Berlin ab 50…

… und jünger

Entlang der Havel

BUGA 2015Heute, am 18. April wird in einem feierlichen Festakt in Brandenburg an der Havel die diesjährige Bundesgartenschau eröffnet.

Die BUGA 2015 ist etwas Besonderes. Fünf Standorte in zwei Bundesländern bilden ein Ganzes. Das „blaue Band der HavGesamtkarte_BUGA_Stand_08_2014el“ verbindet die teilnehmenden Städte Brandenburg a.d.H., Premnitz, Rathenow, Amt Rhinow/Stölln (das historischen Dorf mit dem ältesten Flugplatz der Welt) und die Hansestadt Havelberg. Die beiden Dome in Brandenburg an der Havel und in der Hansestadt Havelberg sind ihr Anfangs- und Endpunkt.

Gartenschauen haben eine lange Tradition. Von der Öffnung von Hofgärten im 19. Jahrhundert bis zu den privaten „Offene Gärten“. In Berlin und Brandenburg zeigen im Frühjahr und Herbst – manche auch zusätzlich im Juli – Gartenbesitzer voll Stolz ihre Pflanzen, Blüten und Sträucher. Am 16./17. Mai ist es wieder soweit.

Eine erste Internationale Land- und Gartenbauausstellung fand in Erfurt vom 9. bis 17. September 1865 statt, am 6. September 1876 wurde in Anwesenheit von Kaiserin Augusta eine Allgemeine Deutsche Gartenbau-Ausstellung eröffnet , die bis zum 17. September dauerte. Zahlreiche Veranstaltung dieser Art folgten – bis 1939 . Die dritte Reichsgartenschau in Stuttgart endete mit Kriegsbeginn am 1.September.
Die heutige Bundesgartenschau ist jedoch ein Kind der bundesrepublikanischen Nachkriegsgeschichte: 1949 fand in Landau in der Pfalz die Südwestdeutsche Gartenschau (SÜWEGA) statt, 1950 folgte Stuttgart mit der Deutschen Gartenschau und 1951 schließlich gilt als das Jahr der ersten heutigen Bundesgartenschau mit der Bundesgartenschau 1951 in Hannover. Sie wollte nicht nur Präsentationsfläche für die Leistungen des Gärtnerhandwerks, sondern von Anbeginn ein Motor der Stadtentwicklung sein – und das ist es bis heute geblieben.

havelberg domberg

Havelberg

Heute wird nun die BUGA in Brandenburg an der Havel eröffnet, am 11.Oktober wird sie in der Hansestadt Havelberg zu Ende gehen. Mit der Einzelkarte für 20€ können alle fünf Standorte zwischen dem 18.4. und 11.10. einmal besucht werden . Für alle diejenigen, die innerhalb der 177 Tage mehrmals in die Blumengärten gehen möchten, wird eine Dauerkarte für 90€ angeboten. Es gibt auf 55 Hektar Parkanlagen, 1.000.000 blühende Pflanzen, 36 Hallenschauen und 50 DruckThemengärten neben 1000 kulturellen Veranstaltungen.

Für jeden Blumen- und Gartenfreund sind Gartenschauen ein „must“ – besonders die Blumenhallenschauen , die in Brandenburg im April mit Tulpen, im Mai mit Orchideen, dann mit Stauden und im September mit „Chrysanthemen – Grüße aus Japan“ den Blumenfreund erfreuen, in Havelberg in der Kirche St. Laurentius blüht im Mai die Gerbera, im Juli kann man Bonsai-Botanik betrachten, im Juli sind es die Rosenträume, im August heißt es „Blühendes Korea, fernöstliche Blumenkunst“ und im September wird ein „Farbenrausch aus Mexiko – Dahlienfeuer“ präsentiert.

Daneben gibt es Musikveranstaltungen, wie zum Beispiel die wunderbare „Serenade unterm Sternenhimmel“ am 15.August in Rathenow oder das Shantytreffen in Premnitz am 30./31.Mai. Noch weitere Infos finden Sie unter http://www.buga-2015-havelregion.de.

Ich war Ostern in der kleinen Hansestadt Havelberg – noch war die BUGA nicht eröffnet, aber man sah schon deutlich, wie viel Liebe und Mühe in der Bepflanzung stecken und wünscht sich, dass auch nach diesem Event vieles davon bleibt.
Havelberg ist eine kleine Stadt mit großer Geschichte, die seit 2008 den Namenszusatz Hansestadt trägt – in Erinnerung an wichtige Handelsbeziehungen im Mittelalter. Ihr historisches Zentrum liegt auf einer Insel in der Havel, gegenüber liegt der imposante und wunderschöne Dom auf dem Domberg, der der zentrale Blumengarten der BUGA sein wird.

Alle fünf Standorte sind eine Reise wert und neben den Gartenschwäneschauen wird auch  das neue „Haus der Flüsse“ in Havelberg eröffnet werden. Dort kann man sich informieren über das Biosphärenreservat Mittelelbe mit seinem über 300 km langen Lauf der Elbe und ihrer Nebenflüsse. Es ist die Heimat für Elbebiber, für viele Weiß- und Schwarzstörche und Zugkorridor für nordische GastvögeHavelbergl und gibt der Gegend mit Auenwäldern, Stromtalwiesen, Sandufern und Binnendünen ein unverwechselbares Gesicht. Und noch ein kleiner Tipp: Auf verschiedenen Radwegen können Sie entlang der Havel und der Elbe diese weite, unzerstörte Natur genießen.Elberadweg

Machen Sie sich auf den Weg, es ist gar nicht so weit weg von Berlin, und entlang dem „blauen Band der Havel“ gibt es Vieles zu entdecken. Und in zwei Jahren haben wir dann in Berlin die nächste BUGA zu Gast.
Bleiben Sie neugierig!

go

Ein Kommentar

  1. B.M.

    Es gibt – dies vielleicht auch als Anregung – beim Start von Brandenburg aus – eine kleine Fähre, die Sie vom Parkplatz Wiesenweg in etwa 10 Minuten zum Buga-Bereich am Packhof schippert. Besucher sagen, dass es wunderbar entspannend sei. (zum Parkplatz Wiesenhof kommt man mit dem Auto über die Bundesstraße 1 oder über die Autobahnausfahrt Brandenburg störungsfrei hin). Die Fähren (es gibt deren 4) kosten 1 € und 50 Cent für Kinder ab 7 Jahren.
    Eine zweite Möglichkeit „zu Wasser“: Vom Areal Packhof zur Blumenschaukirche mit Schiffen wie „Fleißiges Lieschen“ oder „Klatschmohn“. Dritte Möglichkeit: Einen 30 Minuten Rundkurs. Sie sehen, Möglichkeiten gibt es viele“
    BM

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: