Berlin ab 50…

… und jünger

Von wegen „alt und verstaubt“ – ein Imagefilm

Erinnern Sie sich noch? Am 3.November 2014 habe ich hier im Blog über den „Drehbeginn“ eines spannenden Projektes geschrieben.

Nun ist er fertig, unser Imagefilm für die Seniorenclubs. Nach vielen Drehtagen ist eImagefilm3in fast 13minütiger Film entstanden. Der Drehbuch-Kurs im Seniorenclub Cunostrasse in Wilmersdorf (jetzt inzwischen umgezogen in die Wallotstrase 4/Halensee) hat gemeinsam ein Drehbuch entwickelt, in dem in mehreren Episoden der Ruf der Seniorenclubs ein wenig aufpoliert werden sollte. Dem Image vom verstaubten Kaffeekränzchen-Club wollten wir mit Humor die Realität entgegensetzen.

Über viele Stunden hinweg lernten die Teilnehmer, wie man szenisch denkt und schreibt. Als das Drehbuch vorlag und die Autoren mit ihrer Arbeit zufrieden waren, kam die nächste Herausforderung: Aus den Teilnehmern des Drehbuch-Kurs entwickelte sich ein Dreh-Team. Die organisatorische Voraussetzungen für einen Dreh mussten gelernt – vom Motiv bis zum Drehplan, vom Anschlusskostüm bis zur Wetter-Dispo – und dann in die Realität umgesetzt werden. Da gab es Einiges zu bedenken: Wo drehen wir, mit wem und wann. Wir brauchten Darsteller, Motive, Kostüme, Requisiten und ein für alle funktionierender Zeitplan. Wir veranstalteten mehrere Castings, suchten uns danach unsere Lieblings-Besetzung (die dann nicht immer Zeit hatte, wenn wir drehen wollten), wir kreierten Kostüme und überlegten Requisiten, legten Aufgaben fest – wer macht Maske und wer den Fahrdienst (zum Beispiel um das sperrige Kameraequipment an den Drehort zu bringen), wer das Catering und wer kümmert sich um „Anschlusskostüme“. Vor Drehbeginn kommt dann die Frage aller Fragen: wird das Wetter so sein, wie wir es brauchen? Können wir am geplanten Tag drehen? Haben bei einer Verschiebung all unsere Darsteller auch Zeit? Wetter ist auch „im richtigen Dreh-Leben“ die große Unwägbarkeit. Aber auch die haben wir gut gemeistert und bei fehlendem Regen haben wir einfach improvisiert.

Nun ist es im „richtigen Leben“ (fast) einfacher, einen Film zu produzieren – alle Teammitglieder und Darsteller wissen was sie zu tun haben, haben Erfahrung, es gibt ein Budget, das genau für den Bedarf des Projektes kalkulierte wurde, jede Abteilung hat also eine bestimmtes Summe zur Verfügung, mit der sie arbeiten kann.
Alles das hatten wir nicht: wir hatten „nur“ Spaß, Zeit (schließlich hatten wir keinen Sendetermin, zu dem wir fertig sein mussten) und Idealismus und wir haben einen Film hergestellt, der auch ein Beweis dafür ist, wie offen, neugierig und engagiert Senioren heute sind.


Wenn Sie sich den Film auf einer großen Leinwand ansehen wollen, kommen Sie doch am 19.Mai 2015, um 15 Uhr in den Seniorenclub Wallotstrasse 4. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

Und es ist eine wunderbares Team entstanden, mit dem ich gerne auf neue Abenteuer gehe. Bleiben Sie neugierig
go

3 Kommentare

  1. Großartig! Kompliment!!! Kann man den Film auch als DVD bekommen???

  2. Thomas

    Die textliche Einführung ist ein bisschen dröge geraten – schade (man hätte sicher gern mehr erfahren, welcher Erfahrungen mit sich und den Mitspielern gemacht haben). Dafür aber haben die Szenen entschädigt, insbesondere die beiden letzten mit den männlichen Hauptdarstellern. ich war geneigt, es ihnen gleichzutun. Prima.
    Thomas

  3. Rolf

    Liebe Leser und Leserinnen,
    Das hat grossen Spaß gemacht.
    Ich gehe gerne ins Kino und im Fernsehen schaue ich mir auch viele Filme an.Es hat mich schon immer neugierig gemacht wie es bei einem Dreh so zugeht.Jetzt kam die Chance.
    Eine kleine Produktion und ohne Angelie Jolie, aben man will ja nicht mäkelig sein.Es ist schon ein Erlebnis vor der Kamera zu stehen und zu sehen wie viele Menschen da mit dabei sind und mitarbeiten.
    Die Regisseurin hatte klare Vorstellungen und Ihre Anweisungen waren präzise, ruhig und freundlich. Man hatte immer das Gefühl, die weiß Bescheid.
    Das Zusammenspiel mit den Kollegen und Kolleginnen zwar zauberhaft. Ein kleiner Aussetzer meinerseits war kein Thema und es ging weiter. Als mir dann auch noch die Nase gepudert wurde und die Regisseurin gefragt wurde, ob man meine Warze wegpudern solle, da war ich im Filmen angekommen.

    Wie schon gesagt, das hat grossen Spaß gemacht, auch ohne Gage…

    Rolf

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