Berlin ab 50…

… und jünger

Ein Tipp für Wagemutige: Wohnungstauschbörse für Senioren …

… und ein Urlaub in einer Senioren-Residenz. Klingt ziemlich verrückt, nicht wahr?
Trotzdem: Winken Sie nicht ab – das Projekt ist realistischer als Sie denken. Allerdings: Es verlangt ziemlich viel Abenteuerlust und den Mut, Neues auszuprobieren. Gemäß dem Motto von „go“: Bleiben Sie neugierig!

Die Idee hatte der slowenische Portalgründer Tomaz Lorenzetti, der Axel Springer Verlag ist einer der Investoren. Über das Portal http://www.linkedage.com können Bewohner von Altenheimen und -residenzen ihre Wohnungen mit Menschen in anderen Orten tauschen. Die Orte sind dieselben wie bei anderen Tauschbörsen und noch ein bisschen exotischer: Florida, Südafrika, Länder im Mittelmeerraum und dazu noch Indien und Vietnam. Beide Länder sind durch ihre sehr menschliche und zugewandte Art der Betreuung von uns Älteren bekannt.

Tauschportale für Ferienhausbesitzer, die einmal in einem anderen Ferienhaus Urlaub machen möchten, für Gartenbesitzer, für Radler/Surfer, Skifahrer – all diese sind inzwischen etabliert. Warum also nicht auch für Senioren in Altenheimen?

Je näher ich mich mit dem Projekt beschäftigt habe, umso realistischer erscheint es mir. Ein wenig ist es vergleichbar mit einer Kreuzfahrt, die ja aufgrund ihrer Rundum-Versorgung, ihrer ärztlichen Betreuung höchst beliebt ist. Aber eben auch teuer! Und das ist bei dieser Tauschbörse anders.
Natürlich können das Angebot auch „Nicht-Heimbewohner“ nutzen; es funktioniert genauso für die, die noch zu Hause leben. Also auch für Jüngere, die Hilfe benötigen, Barrierefreiheit, 24-Stunden-Ärztebereitschaft und Reha-Möglichkeiten möchten oder brauchen.

LinkedAge gibt Ihnen, wenn Sie sich an dieses Experiment heranwagen wollen, einen Administrator an die Seite. Er stellt ein Angebot zusammen, das Ihren Vorstellungen, Wünschen und Möglichkeiten entspricht. Ihre Vorlieben werden dann mit denen anderer Interessierten per Suchmaschine verglichen und wenn alles zusammenpasst, also ein „Treffer“ gelandet ist, schalten Sie sich selbst ein, d.h. es kommt zum persönlichen Kontakt. Und wenn dann alles stimmt, übernimmt den Rest Ihr Administrator. Klingt ziemlich pflegeleicht, nicht wahr?

Ich habe es selbst noch nicht ausprobiert, aber das, was an Berichten in dem dazugehörigen Blog von LinkedAge gelesen habe, klingt gut: Die Erfahrungen der Austauschenden waren offenbar rundum gut (der Blog ist leider nur auf Englisch verfügbar).

Lesen Sie sich doch einfach einmal ein – die Informationen von www.linkedage.com stehen auch auf Deutsch zur Verfügung.

I.B.F.

Quelle: Die Zeit vom 13. Mai 2015/homepage von Linkedage

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