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„Torgau ist immer meine Wonne gewesen“

„Torgau ist immer meine Wonne gewesen“
Kurfürst Johann der Großmütige

Anfang des 16. Jahrhunderts wurde Torgau die Hauptresidenz des Kurfürstentums Sachsen. Die Stadt entwickelte sich zum politischen Zentrum der lutherischen Reformation.

Torgaus Bauten übertreffen in ihrer Schönheit alle aus der Antike, selbst der Tempel des Königs Salomo war nur aus Holz“ Martin Luther

offizielles Ausstellungsplakat

offizielles Ausstellungsplakat

Anlässlich der Ausstellung im Schloss Hartenfels (15. Mai – 31. Oktober 2015) fuhr ich nach Torgau und wurde reichlich belohnt: Das Schloss ist das größte vollständig erhaltene Renaissanceschloss in Deutschland mit großem Wendelstein im Schlosshof, einem Meisterwerk der Architektur!

Die Renaissancestadt Torgau war als kursächsische Residenz das politische Zentrum der Reformation. Den kurfürstlichen Sitz Schloss Hartenfels hat Johann Friedrich der Großmütige, streitbarerer Schutzherr Martin Luthers, durch Neubauten in seine „feste Burg“ verwandelt. Die stürmische Phase der Reformation ereignete sich in den Kinder- und Jugendjahren von August, der mit dafür verantwortlich ist, dass im Augsburger Religionsfrieden das Zusammenleben von Protestanten und Katholiken im Reich gesichert wurde. Sein Verdienst ist es, die lutherischen Lehren nachhaltig gefestigt zu haben.

Martin Luthers Lehre fiel – durch das Fürstentum wirtschaftlich gestärkt – auf fruchtbaren Boden. 60 Aufenthalte des Reformators in Torgau sind nach neuer Forschung belegt. So erklärt sich der Ausspruch: „Wittenberg ist die Mutter und Torgau die Amme der Reformation“. Martin Luther weihte die Torgauer Schlosskapelle als ersten protestantischen Kirchenbau. Luther, Melanchthon, Jonas und Bugenhagen erarbeiteten die Torgauer Artikel als Grundlage des Augsburger Konfession und für Katharina von Bora, die Ehefrau Martin Luthers, war Torgau die letzte Station auf ihrem Lebensweg.

Im Cranach-Jahr sind natürlich die Cranach-Stätten und Orte der Reformation von besonderer Bedeutung, so kann man in der Ausstellung auch mehrere Cranach-Gemälde (Cranach der Ältere und Lucas Cranach der Jüngere) ansehen.

Es gibt noch ein Stadt- und Kulturgeschichtliches Museum, ein Lapidarium und die Torgauer Schlosskapelle im Schloss Hartenfels (im Eintrittspreis von 10/7,50€ enthalten) zu besichtigen.

Eine Reise, die sich lohnt, nicht nur wegen der Ausstellung!

I.A.

Ein Kommentar

  1. PB

    Eine schöne „Aufforderung“, endlich einmal Torgau zu besuchen!

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