Berlin ab 50…

… und jünger

Meine Empfehlung: Dialog mit der Zeit – Ein Erfahrungsbericht

Ein kleiner Artikel in unserer Bezirkszeitung hatte mich im Oktober letzten Jahres dazu animiert, bei einem kleinen Filmprojekt als Darsteller mitzuwirken. Die neuen Erfahrungen, die ich dabei machte, die Menschen die ich kennenlernte und die wirklich hervorragende Realisation hat mich am Ende begeistert.

– Das Ergebnis können Sie hier im Blog sehen, er wurde am 17. Mai 2015 unter dem Titel Von wegen „alt und verstaubt“ veröffentlich. Über den ersten Tag am Set können Sie unter Drehbeginn! (3.November 2014) nachlesen. –

Ich möchte deshalb dafür werben, dass jeder Ruheständler, Rentner, Pensionär oder Mensch auch über 50 plus, sich in Gedanken darauf einstellt, dass es eine aktive Zukunft gibt, die Spaß macht und den tristen Alltag vergessen lässt.

dialog mit der zeit

Ausstellungs-Broschüre

Für mich und mein Verstehen hat dieses Projekt seine Fortsetzung gefunden in der Erlebnisausstellung Dialog mit der Zeit, die nur noch bis zum Sonntag, 23. August im Museum für Kommunikation in der Leipziger Straße 16 zu besuchen ist. Einen Vorbericht habe ich übrigens hier im Dezember 2014 in diesem Blog gelesen.

Wie möchte ich alt werden, wie möchte ich dann leben und was sind die Herausforderungen des Älterwerdens? Die Erlebnisausstellung Dialog mit der Zeit geht diesen Fragen auf außergewöhnliche Art und Weise nach. Schon allein die Auswahl der Personen, die durch diese Ausstellung führen, ist ungewöhnlich. Die Führungen (kostenlos), die Sie auf alle Fälle mitmachen sollten, werden nämlich ausschließlich von sogenannten „Senioren-Scouts“ begleitet, die zwischen 70 und über 90 Jahre alt sind. Sie kommen schnell in einen Dialog über Ihr eigenes Alter oder denken über die eigene Lebenssituation nach, egal ob jung oder alt.

dialog 2

Ausstellungs-Broschüre

An den unkompliziert zu bedienenden „Versuchsstationen“ können Sie sich spielerisch mit den ernsten Gedanken über das jetzige und zukünftige Dasein beschäftigen. Sie können zum Beispiel ausprobieren, wie es ist, mit zittriger Hand eine Tür aufzuschließen. Oder wie beschwerlich das Treppensteigen werden kann. Die interessanten visuellen (per Video aufgenommenen) Aussagen von verschiedenen Senioren runden das Ganze ab und machen positiv neugierig. Der Spaß am Leben darf weitergehen, wenn auch etwas anders. Die Hektik des „Jetzt“ sollte einer Haltung weichen, die das „zukünftige“ Dasein in Ruhe genießen läßt. Es werden Vorurteile ab- und die Freude auf die Zukunft wird aufgebaut. Die Gespräche mit den anderen Teilnehmern verstärken ganz natürlich diesen Vorgang.

Die Erkenntnisse, die ich dabei gewonnen habe, betrachte ich tatsächlich als Bereicherung meines Lebens.
Fange nie an aufzuhören – höre nie auf anzufangen! ist für mich das Fazit dieser Ausstellung, die ich Ihnen sehr empfehle. Vielleicht besuchen sie Sie auch mit Ihren Kindern und/oder Enkeln und führen ein generationsübergreifenden Dialog.

Ihr brd

noch bis zum 23. August 2015
Dialog mit der Zeit – Die Erlebnisausstellung
im Museum für Kommunikation Berlin
Leipziger Straße 16 (nicht weit vom Potsdamer Platz)
Eintritt: 4 €, ermäßigt 2€, Kinder bis einschl. 17 Jahren frei

 

Fotos (c) go

3 Kommentare

  1. Katrin

    Herzlichen Dank für den interessanten Tipp (auch wenn der 23.August 2015 und nicht 2013 gemeint ist am Ende des Textes ), ich werde mir die Ausstellung auf alle Fälle ansehen. Habe davon gar nichts mitbekommen.
    Beste Grüße
    Katrin

    • Vielen Dank fürs aufmerksame Lesen!

  2. Inge

    Ich kann brd nur zustimmen – vielen Dank für den Tipp
    es ist eine etwas didaktische, aber empfehlenserte Ausstellung vor allem für Großeltern mit Enkelkinder – man kann Vorurteile abbauen („Ich kenne keine ältere Person, die…. Extremsport macht/einen Blog kennt/Liebeskummer hat/arbeitet etc.), das Bild von „Alten“ neu betrachten und die typischen körperlichen Alterserscheinungen sozusagen hautnah miterleben (z.B. eine telefonische Kartenbestellung machen – mit schlecht verständlicher Ansage, Sehtest etc.)
    noch kann man sie ein paar Tage erleben, dann reist sie nach Bern weiter..
    .

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: