Berlin ab 50…

… und jünger

Was mich umtreibt!

 

Ich schreibe seit einiger Zeit für diesen Blog. Über alles Mögliche: Über das, was ich interessant finde, worauf ich Sie aufmerksam machen möchte, ich spieße auf, was mich ärgert und ich erzähle auch einiges Persönliches von mir. Das alles fällt mir leicht, macht mir Spaß und wenn es Reaktionen gibt, freut’s mich doppelt (ich würde mich gern öfter doppelt freuen, ich gestehe es).

Nun aber bei dem Thema der Flüchtlinge, das nicht nur mich, sondern die halbe Welt zutiefst bewegt, umtreibt und vor allem auch wütend macht, finde ich nicht die richtigen Worte. Es geht um ihr Schicksal, aber vor allem auch um die Wellen des Hasses, die ihnen von vielen entgegenschlagen. Ich schreibe bewusst: von vielen. Es sind wirklich viele, aber es sind viel weniger als die, die dagegen halten. Mit Aktionen, mit konkreten Hilfen, mit konstruktiven Ideen und dies vor allem aus ganzem Herzen. Und nicht nur für eine kurze Weile, sondern immer wieder und mit immer mehr Engagement.
Das Dumpfe, Gemeine, Menschenverachtende wird damit nicht aus der Welt gebannt – es scheint so, als gehöre es zur Gesellschaft dazu: vielleicht – so könnte man denken – als Mahnung an uns, die Demokratie zu verteidigen, sie zu leben

Ich weiß, dass es gerade jetzt notwendig ist, sich zu bekennen und dies auch für alle hörbar und lesbar kundzutun. Denn stummer Widerstand und schweigendes inneres Aufbegehren sind nicht genug.

Aber sind Worte über die Flüchtlinge genug? Müssen wir nicht alle fortsetzen, was viele schon begonnen haben: mit ihnen zu reden, sie selbst sprechen zu lassen. Um ihre Verzweiflung mitteilen zu können.

Ja, das müssten wir. Vielleicht geht es so, dass wir die Initiativen, die sich überall und in jedem Kiez zusammen getan haben, auch über den Blog würdigen. Selbst wenn wir gegen die anderen Medien verschwindend klein sind.

Die größte Hilfe wäre vermutlich, Flüchtlinge aufzunehmen. Ihnen ein sicheres Umfeld zu bieten, in dem sie sich von den Strapazen, auch den seelischen, erholen können. Aber das traue ich mir nicht zu. Es überfordert mich und das würde dann niemandem eine Hilfe sein. Und trotzdem weiß ich, dass das einer der wichtigsten Hilfe wäre. Die zu leisten ich nicht kann.

Und das treibt mich um!

I.B.F.

Ein Kommentar

  1. vielen Dank dass du so ehrlich schreibst. Ich vermute, es geht vielen so – mich zum Beispiel auch. Wichtig ist man tut was man kann-und animiert andere das Selbe zu tun. Mit deinen Artikel hast du schon etwas wichtiges geleistet. Freut mich, dass Berlin ab 50 noch so gut läuft! Liebe Grüße, Kate

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