Berlin ab 50…

… und jünger

Wissenschaft im Sauriersaal

Berlin feiert Darwin –
Vortragsreihe „Wissenschaft im Sauriersaal“ im Museum für Naturkunde Berlin

Die Lebenswissenschaftliche Fakultät der Humboldt-Universität und das Naturkundemuseum bieten in diesem Jahr eine öffentliche Vortragsreihe zu spannenden aktuellen Wissenschaftsthemen an. Die Vorträge im Sauriersaal des Naturkundemuseums finden monatlich statt und sind kostenfrei. Allerdings muss man sich anmelden.

Zu Darwins 207. Geburtstag am 12. Februar 2016 beginnt die Vortragsreihe mit Vorträgen zur Darwin(Un)-Sterblichkeit und Bedeutung von Leben und Tod in Verbindung zur Evolutionstheorie. Leider ist die Veranstaltung bereits ausgebucht. Am 11. März spricht Prof. Dr. Anke Boetius über die Entdeckung der Tiefsee – aktuelle Forschungsfragen zu fremden Lebenswelten – auch diese Veranstaltung ist schon ausgebucht.  Doch zum Vortrag von Prof. Dr. Achim Kramer  „Der Rhythmus des Lebens – wie die innere Uhr unseren Tag bestimmt“ gibt es noch freie Plätze. Die weiteren Termine und Themen in diesem Jahr sind noch nicht veröffentlicht. Anmeldung unter: besucherservice@mfn-berlin.de

Darwins Urenkelin Sarah Darwin, die mit dem Generaldirektor des Museums für Naturkunde Berlin, Johannes Vogel, verheiratet und selber Botanikerin ist, hatte die 2015 die Idee, jedes Jahr den Geburtstag Darwins mit einer öffentlichen Veranstaltung zu begehen. Darwins Erkenntnisse zur natürlichen Auslese, zum gemeinsamen Baum des Lebens, zum Aussterben von Arten und zur Anpassung an Lebensräume als natürlichen Prozess und zur Koevolution sind heute noch genauso relevant. Die Veranstaltung am 12. Februar wird sich der Aktualität dieser Themen mit Vorträgen wie zur „Unsterblichkeit aus philosophischer Sicht“ und zur „Unsterblichkeit aus medizinisch – biologischer Sicht“ widmen.

Aber auch ohne Vortrag ist ein Besuch des Naturkundemuseums immer ein Erlebnis! Seit Mitte Dezember 2015 ist eines der weltweit am besten erhaltenen Exemplare eines Tyrannosaurus Rex (66 Mio Jahre alt!) zusehen. Doch das Haus ist nicht nur ein Museum, das Objekte bewahrt, sondern auch ein „Forschungsmuseum“. Das Museum zählt zu den weltweit bedeutendsten Forschungseinrichtungen auf dem Gebiet der biologischen und erdwissenschaftlichen Evolution und Biodiversität. Mehr als 30 Millionen Objekte aus Zoologie, Paläontologie, Geologie und Mineralogie aus über 200 Jahren fortlaufender Sammeltätigkeit sind mit der Forschung unmittelbar verbunden. Objekte, wie das Berliner Exemplar des Urvogels Archaeopteryx oder die Dinosaurier der Grabungsstätte Tendaguru (darunter Brachiosaurus brancai) oder die vermutlich älteste noch erhaltenen Fischsammlung der Welt (Sammlung Bloch) sind Höhepunkte.

Wussten Sie, dass Uran in Berlin von einem Apotheker in der Spandauer Straße entdeckt wurde? Das Stück erzgebirgischer Pechblende, das Martin Heinrich Klaproth 1789 in der Bären-Apotheke analysierte und in dem er Uran fand (den Namen gab er nach dem Planeten Uranus, der acht Jahre zuvor -1781- von Friedrich Wilhelm Herschel entdeckt wurde), liegt heute in einer Vitrine des Museums. Die Radioaktivität Urans wurde 1896 (Becquerel) entdeckt und die erzgebirgische Pechblende rückte erst nach 1945 in das Interesse der Sowjetunion (WISMUT). Doch das ist eine andere Geschichte.

Das Museum ist mit zeitgemäßen medialen Installationen ausgestattet, so dass auch ihre Enkel sich die Dinosaurier zu ihren besten Zeiten gut vorstellen können. Viel Spaß dabei!
Ihr mw

Mehr Infos unter: http://www.naturkundemuseum.berlin/de/museum/veranstaltungen/wissenschaft-im-sauriersaal-der-rhythmus-des-lebens

http://naturkundemuseum.berlin/museum/events

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