Berlin ab 50…

… und jünger

Genuss vom Feinsten

Der Gutschein lag unterm Weihnachtsbaum – ein Abend im „Palazzo“. Jetzt im trüben Januar löse ich ihn ein – und kann meine Seele herrlich baumeln lassen, mitten in Berlin.

Ich werde im Spiegelpalast empfangen. Eine wunderbare, magische, wenn auch nachgebaute Welt umgibt mich und die eingebaute, fast unsichtbare Technik ist faszinierend. Die Spiegelpaläste dienten damals, ungefähr ab 1900, als Tanzsäle, sogar als Tanzpaläste, und wurden im Laufe der Zeit durch feste Ballhäuser, Clubs und Discos in der Neuzeit abgelöst. Mit der „Bar der Vernunft“ oder auch dem „Pomp Duck and Circumstance“ erlebte das Spiegelzelt eine Auferstehung auch im Berliner Amüsement. Die Verbindung von Show und feinen Speisen wurde immer beliebter und begeistert heute immer noch. Die Zuschauerzahlen belegen es.

SP1050373 - Kopiechließen Sie doch einfach mal die Augen und denken an früher, vielleicht sogar an Ihre Kindheit: Jahrmarkt, Stimmen, Lachen, Drehorgelmusik und jemand ruft: „Hereinspaziert – meine Damen und Herren – Hereinspaziert“. Sie sehen ein buntes Zelt und sie verspüren den Wunsch hineinzugehen. Sie tun es. Eine freundliche Dame, in einer Uniform aus fernen Zeiten, empfängt Sie am Eingang, schnell geben Sie noch Ihre Garderobe ab und schon blicken Sie in das Innere des prachtvollen Spiegelzeltes. Alles in warmen, samtigen, nostalgischen, plüschigen Rot gehalten.

Jetzt erst betreten Sie die Manege: Festlich gedeckte Tische mit brennenden, drei- bis fünfarmigen Kerzenleuchtern, signalisieren etwas Besonderes. Vergessen Sie die AP1050376 - Kopietmosphäre von Zirkus oder von einem Sternerestaurant. Der Mix macht es. Das etwas Andere. Das Neue. Das Erwartungsvolle. Das Spannende. Der Blick auf die Speisenkarte mit den Vier Gängen erfüllt Sie bestimmt schon mit Vorfreude. Gönnen Sie sich dazu ruhig mal einen guten Tropfen Wein, wohltemperiert serviert.

Wenn sich nun das Licht verdunkelt und die Bühne immer heller wird, die P1050401perfekte Livemusik erklingt, beginnt der erste Akt eines Abends, an dem Sie selbst als Ihr eigener Darsteller mitwirken. Keine Angst, Sie müssen nicht auf die Bühne um sich zur Belustigung der anderen Zuschauer zu machen. Nur durch Ihren Beifall und durch ihr zufriedenes Lächeln sind sie fast sogar ein Hauptdarsteller.
Sie erleben einen genussvollen Abend mit international erstklassigem Varieté Künstlern und fast nebenbei wird Ihnen der kulinarische Höhepunkt: Ihr Menü serviert.

Seifenblasen kennen Sie schon? Selbstverständlich, jedoch nicht in der zauberhaften Art und Weise dieser Darbietung, genauso wie die reizende Dame am Trapez oder der…, genauso wie die…. Nein – reden wir lieber über das Essen, die Vorspeise an…, der Zwischengang mit …, der Hauptgang als…, das Dessert aus…. Ich möchte hier nichts weiter über die DarbP1050416 - Kopieietungen verraten und auch nicht das ganze Menü beschreiben (die Tomatensuppe war aber ganz besonders lecker!!!). Es war ein Feuerwerk der Unterhaltung vom Feinsten. Die eine oder andere Darstellung hat wohl jeder schon einmal im Varieté erlebt oder im TV gesehen. Live jedoch –  ganz „dichte bi“, wie der Berliner sagen würde – und in höchster Perfektion ist das jedoch ein ganz anderes Vergnügen.

Am Ende eines genussvollen, kuriosen Abends sollten Sie dann den letzten Schluck Ihres guten Tropfens genießen und noch nicht gleich an den Heimweg denken, der Sie ja doch wieder nur in unsere reale Welt von Berlin schubst. Im Kopf sollte Ihnen vor allem die Erinnerung bleiben: „in meiner Stadt kann ich wirklich mal die Seele baumeln lassen und mich an alte Zeiten erinnern.“

 

Die Preise für dieses Amüsement:
Eintrittskarten (Neudeutsch Tickets): ab 59,– € ohne Menü So. bis Do; und bis 145,– € Fr./Sa. mit Menü
Getränkebeispiele: Hefeweißbier naturtrüb vom Fass 4,– €,
große Weinauswahl 0,75 l : ab 22,– € ,offener Wein z.B. Silvaner 2014, – Franken 6,90 €, Metternich 7,– €, div. Softdrinks 3,– €

Saugut – aber teuer??

brd

Fotos (c) brd

Ein Kommentar

  1. Ingolf

    „Chapeau!“ brd präsentiert sich nicht nur als Gourmand (Vielesser – Kreuzfahrt), sondern auch als Gourmet! Schöne Beschreibung, macht Appetit in jeder Hinsicht. Palazzo ist ein Pendant zum 1992 wiedereröffneten WINTERGARTEN Berlin, allerdings jetzt in der Potsdamer Str. Ende des 19. Jhd. gegründet, war er der Inbegriff des Varietes mit doppeltem Genuss in der Hauptstadt. Heute schießt die „Erlebnisgastronomie“ in vielen dt. Städten wie Pilze aus dem Boden – man gönnt sich ja sonst nichts!
    Da möchte ich doch brd hinterfragen: . . . aber teuer?? Nun BERLIN ist nicht gerade bekannt für eine hohe Millionärsdichte. Der genannte Preis + Getränke für zwei Personen summiert sich auf € 350 – 400! Das dürften der Durchschnittsrentner, Sozialhilfeempfänger oder auch die Alleinerziehende für Verpflegung im MONAT zur Verfügung haben?! Da dieses Portal nicht unbedingt nur für die „Oberen Zehntausend“ geschrieben wird, interessiert mich wie andere über solche „Eskapaden“ denken. brd hatte sich ja bereits die schusssichere Weste angezogen: „Der GUTSCHEIN lag unter dem Weihnachtsbaum . . . 🙂 .

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