Berlin ab 50…

… und jünger

Endlich Großeltern!

Die eigenen Kinder sind längst aus dem Haus. Während der Ausbildung oder des Studiums kommen sie noch häufig ins Elternhaus. Sie nutzen ihre Besuche auch gerne um alte Freunde zu treffen, genießen die Annehmlichkeiten im „Hotel Mama“ und nabeln sich natürlicherweise langsam weiter ab. Irgendwann sind sie dann verbandelt und kommen zu zweit, nun uns Eltern „besuchen“, nicht mehr nach Hause. Wir werden in die neue Wohnung eingeladen und besuchen Kind und Schwiegerkind. Wäre es jetzt nicht Zeit für Enkelkinder, denken wir, aber das sprechen wir natürlich nicht aus. Es ist ja nicht unsere Entscheidung und heute werden die Paare ja sowieso später Eltern.

Wieder einmal sind wir bei unseren Kindern eingeladen. Der neue Esstisch wird eingeweiht. Sohn und Schwiegertochter stehen beide in der Küche, es wird gemeinsam gekocht. Auch das war bei uns irgendwie anders. Mein Sohn trägt die Suppe auf, denn Schüsseln auf dem Tisch sind „out“. Wir loben das neue Rezept und die Kochkünste und beginnen zu löffeln. Erwartungsvoll und schmunzelnd werden wir beobachtet, irgendwie seltsam gespannt. Da entdeckt mein schneller essender Mann auf dem doch eigentlich weißen Tellergrund Schriftzeichen. „Opa“, und mein schräg gehaltener Teller zeigt nun deutlich das Wort „Oma“. Jetzt begreifen wir endlich! Gemeinsam strahlen wir um die Wette, Umarmungen folgen. Termine werden abgefragt, und ach ja, unsere Schwiegertochter wollte heute keinen Wein, sondern nur Wasser, das hätte uns doch auffallen müssen.

Es wird ein sehr vergnügter Abend. Anekdoten aus der Kindheit werden erzählt: „Weißt du noch…damals im Kindergarten… Viele Erinnerungen werden ausgetauscht. Wir sind voller Vorfreude auf das neue Menschlein, ist es doch immer wieder ein kleines Wunder.

Nun werden auch wir wohl zu der Gruppe der Alten gehören, die ungebeten und sehr stolz Kinderfotos herumzeigen. Natürlich wird unser Enkel ein ganz besonderes Kind.

AR

2 Kommentare

  1. Michael

    Und wenn es eine Enkelin wird? Vermutlich nicht weniger willkommen und nicht weniger besonders. Und Sie werden gewiss ein wunderbares Großelternpaar!
    Michael

    • A. Schnapp

      Es war schon in Untersuchungen klar, dass es ein Junge werden wird, Selbstverständlich würden wir ein Mädchen ebensogerne begrüßen.

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