Berlin ab 50…

… und jünger

Leseerfahrung von AvS – ihr wurde einst angst und bang

Fünf AutorInnen von Berlinab50 bilden ein literarisches Quintett und berichten an fünf aufeinanderfolgenden Tagen über ihre ersten Leseerfahrungen in der Kindheit und wie es dann weiter ging.

Wenn ich zurückdenke hatte ich meine eigenen ersten Leseerfahrungen mit zwei sehr unterschiedlichen Büchern: Auf der einen Seite Heinrich Hoffmanns Struwwelpeter mit den gruseligsten Geschichten vom Suppenkaspar, vom Zappel Phillipp, vom Hans Guck in die Luft und wie sie alle hießen. Meine Güte, mir wird heute noch Angst und Bang, wenn ich an die Bestrafungen denke, die diese Gestalten aushalten mussten. Auf der anderen Seite die beiden Anarchen Max und Moritz von Wilhelm Busch. Den Beiden war kein Schabernack zu abwegig und wenn ich heute darüber nachdenke, dann sind das schon zwei sehr unterschiedliche Lebensbetrachtungsweisen, die mir da als kleinem Kind mit auf den Weg gegeben wurden.

Weiter ging  es mit Hanni und Nanni und ihren Abenteuern im Internat. Diese Geschichten lösten bei mir eine große Sehnsucht nach dieser intensiven Art des Zusammenlebens aus.

Wer mir auch in Erinnerung geblieben ist: Tom Sawyer und Huckleberry Finn sowie die Karl May Bücher .

Ich war immer eine Vielleserin und eine kreuz und quer Leserin: ob Bruce Chatwin oder Dostojeweski, Isabel Allende oder die Manns, TC Boyle oder Dickens, Fontane oder Maarten`t Hart, Böll oder Sinclair Lewis, alle sollten mir Antworten auf die Fragen des Lebens geben. Jane Austen gab mir Halt in einer stürmischen Liebesbeziehung mit Anfang/ Zwanzig, und John Irving, denn er hat Garp erschaffen. Ich habe fast alles von ihm gelesen, aber nichts reichte an Garp heran. Garp beschrieb für mich die Sehnsucht nach einer stillen, ganz tiefen und innigen Liebe. Eine Liebe, auf die man sich verlassen kann, auch wenn das Leben noch so turbulent mit einem umspringt. Diese Sehnsucht erfüllte sich zum Glück durch meinen Mann. Dann kamen die Kinder und die Zeit fürs Lesen war begrenzt. So wurde ich zur Krimi Leserin. Am besten gefiel mir Elisabeth George. Hier ging es neben den Morden auch immer um das Zwischenmenschliche und die Abgründe des Lebens.

Als vorläufig letztes Buch las ich von Elena Ferrante über zwei Freundinnen in Neapel.

AvS

 Morgen geht’s weiter mit brd.

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