Berlin ab 50…

… und jünger

Wir mischen mit – ohne uns geht nüscht!

Erinnern Sie sich an den Beitrag im Sommer letzten Jahres – „Müller kriegt Besuch“ (vom 20. Juli 2016, https://berlinab50.com/2016/07/20/mueller-kriegt-besuch/)? Es ging um einen kurzen Film, den eine Gruppe von Senioren als Beitrag zur Seniorenwocseniorenwochehe drehte, und war ein Aufruf zur Wahl der Seniorenvertretung. Das Motto war : „Wir mischen mit – ohne uns geht nüscht“. Nun ist es soweit: Mit dem Versand der Wahlbenachrichtigungen hat die Seniorenwahl 2017 begonnen.

Berlin war übrigens das erste Bundesland überhaupt, das 2006 ein Seniorenmitwirkungsgesetz verabschiedete. Im vergangenen Jahr wurde das Wahlverfahren so geändert, dass nun zum ersten Mal alle Wahlberechtigten, die im Land Berlin mit Hauptwohnsitz gemeldet sind und am 31. März 2017 das 60. Lebensjahr vollendet haben, schriftlich benachrichtigt werden und so von ihrem Wahlrecht erfahren.

Die Seniorenvertretung hat eine Vielzahl von Mitwirkungsmöglichkeiten – u. a. hat sie direkten Zlechners-alltagsmenschen-3ugang zu Politik und Verwaltung im Bezirk. Sie sind aktiv in den Ausschüssen der Bezirksverordneten-versammlungen sowie in Beiräten, Jurys, in den Senioreneinrichtungen vor Ort. Sie richten öffentliche Veranstaltungen wie Seniorenforen aus, wo Probleme benannt, Vorschläge unterbreitet und hartnäckig Lösungen gefordert werden. Sie sind aktiv generations-übergreifend in Netzwerken tätig. Jeder Bezirk wählt seine eigene Seniorenvertretung mit bis zu 17 Mitgliedern.

Vom 27. bis 31. März 2017 kann in mindestens fünf Wahllokalen je Bezirk gewählt werden. Wer möchte, kann auch per Briefwahl teilnehmen.
Ausführliche Informationen zur Seniorenwahl 2017 finden Sie unter http://ü60.berlin/index.php?ka=19&ska=87.


Immerhin sind wir fast 900.000 Seniorinnen und Senioren in Berlin – eine große Wählergruppe, die ihren Einfluss geltend machen sollte.
„Mischen Sie mit“ und gehen Sie zur Wahl!

go

Fotos (c) go

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3 Kommentare

  1. Inge

    Ja, ja, ja – ist ja richtig! Und deshalb habe ich gerade die Unterlagen wieder aus meinem Papierkorb gefischt und werde brav wählen gehen. Schließlich will ich auch „mitmischen“!
    Vielen Dank für den Motivationsschub
    Inge

  2. PB

    Seniorenwahl – was soll das denn?
    Seniorenvertretung, ist das so eine Art politische Zweitliga für den ehemaligen Aktivbürger, der die Höhen seiner politischen Leistungsfähigkeit hinter sich gelassen hat und den man jetzt noch ein bisschen mitspielen lässt?
    Kürzlich entdeckte ich in einem Laden den Toilettenwegweiser für Steglitz-Zehlendorf. Herausgeber ist die bezirkliche Seniorenvertretung, zu deren Neuwahl jetzt aufgerufen wird. Durch ihn – den Toilettenwegweiser – wurde ich auf die Existenz einer solchen Seniorenvertretung überhaupt erst aufmerksam und schaute gleich einmal auf deren Website. Was ich da las ließ mich erschrecken. Nicht nur, dass der „Wegweiser zu einem menschlichen Bedürfnis“ so ziemlich die einzige Publikation der Vertretung zu sein scheint, nein, auch deren Sitzungsprotokolle sind kaum beachtenswert.
    Was sind eigentlich Senioren? Diejenigen, deren Lebensrhythmus von schwächelnden Schließmuskeln bestimmt wird? Na Prost Mahlzeit!
    Es geht doch hier um ganz andere Fragen. Inwiefern werden Menschen, die ihr Berufsleben abgeschlossen haben, als vollgültige Mitglieder dieser Gesellschaft in die demokratischen Entscheidungsprozesse einbezogen. Auf der „Seniorenbank“ statt in der ersten Reihe der Bezirksparlamente und Gremien?
    Der Senior Donald Trump wurde mit 71 Jahren zum Präsidenten der Vereinigten Staaten gewählt und ich als Senior darf ein wenig beratend in einem Bezirksparlament „mitwirken“, was immer das heißt? Man stelle sich einen Herrn Ströbele vor oder gar einen 95-jährigen Helmut Schmidt (selig) beim „beraten“ seiner Bezirksregierung…
    Ich habe die Wahlunterlagen dort hin geworfen, wo sie für mich hingehören: In den Papierkorb einer überkommenen, rückwärts gerichteten, ja diskriminierenden „Seniorenpolitik“ und nehme an den demokratischen Entscheidungsprozessen unserer Gesellschaft teil, den „richtigen“ Wahlen und „mische“ mich ein!
    PB

  3. be

    Schade, dass jemand der so aktiv ist wie Sie auf die Ausübung des Wahlrechts verzichtet. Wenn die ca. 900.000 Seniorinnen und Senioren in Berlin ihre bezirklichen Seniorenvertretungen per Wahl unterstützen würden, könnte sicher mehr erreicht werden.
    Ich persönlich finde gut, dass es ein Gremium speziell für die Interessen der älteren Menschen gibt, weil ich nicht erwarten kann, dass ein 40 jähriger Politiker die Bedürfnisse der Senioren wirklich kennt.

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