Berlin ab 50…

… und jünger

Eine Entdeckungsreise nach Leipzig

Bücher gehören zu meinem Leben. Jede Art von Buch. Vom Kinderbuch bis zum Sachbuch, vom Fotobildband bis zum Roman, von der Belletristik bis zur hohen Literatur. Selbst Hörbücher gehören dazu. Also haben sich bei mir viele Bücher angesammelt. Denn Wegwerfen ist für mich immer noch Frevel.

Nun gehe ich am 1.Juli in Rente – und ich freue mich drauf.  Und das bedeutet für mich auch, den alten Ballast wegzuwerfen, damit der neue Abschnitt frisch aufgeräumt starten kann.  Nun stellt sich aber die Frage, von welchen Büchern will und kann ich mich trennen und  wohin gebe ich sie. Alte Bücher haben ja keinen materiellen Wert, dann müssten sie schon sehr alt sein. Also verschenken an Bücherboxxen, an BücherZellen, Bücherschränke, Verschenkregale. Das eine oder andere werde ich verkaufen bei buchmaxe, momox, rebuy oder bücher-ankauf.de.

Gut, mein Arbeitszimmer wird also umgestaltet, die alten Bücher aus meinem „vorherigen Leben“ haben neue Orte gefunden. Ein neuer Abschnitt beginnt. Was mache ich dann mit meinen freien Stunden? Ich weiß, dass ich mich unter gar keinen Umständen mit Themen meines Berufslebens weiter herumschlagen will. Das ist vorbei und die Zäsur wird der Rentenbeginn sein.

Nein, ich möchte mich mit etwas ganz und gar anderem beschäftigen. Heraldik, Sternenkunde, Landschaftsarchitektur und viel Lesen, einfach nur Lesen – ohne mir zu überlegen, warum ich gerade dieses Buch lesen und ob man aus diesem Stoff etwas machen kann, einen Spielfilm, eine Dokumentation oder ein Theaterstück. Ziel-loses lesen, allein die Vorstellung bereitet mir großes Vergnügen. Ich habe dies seit meinem Studium nicht mehr gemacht.  Und doch habe ich vor ein paar Tagen meinem Mann vorgeschlagen, dass ich ihm einmal in der Woche eine Art „private lecture“ zu einem Thema halte, mit dem ich mich die letzten Tage beschäftigt habe. So ziel-los also doch nicht.

Um meine Vorfreude auf das Lesen so richtig anzuheizen, werde ich dieses Jahr mal wieder auf die  Leipziger Buchmesse fahren, die vom 23.-26.März stattfindet.  Ich mag diese Veranstaltung rund ums Buch und empfinde die Atmosphäre bei aller Größe immer noch familiär und überaus sympathisch. Besonders ist auch das Konzept „Leipzig liest„, das es so seit 1992 gibt.  Autoren und ihre Bücher  werden an den verschiedensten   Orten in der ganzen Stadt vorgestellt. Es ist eine literarische Entdeckungsreise durch die Welt und in die Welt des Buches. Lasen und diskutierten am Anfang 80 Autoren an knapp 160 Leipziger Orten,  sind es dieses Jahr  3.300 Autoren und Mitwirkende in 3.400 Veranstaltungen an 571 Bühnen/Orten, davon 411 in der Stadt. Das ist die Qual der Wahl groß.

Ich werde  also die eine oder andere Lesung besuchen, werde durch die Messehallen schlendern bis mir die Füße wehtun, bei den Buchmesse-Bloggern vorbeigehen, meine Augen offen halten nach Büchern, die ich in ein paar Monaten lesen will, möglicherweise mit neuen Ideen, auf jeden Fall aber mit viel Information im Gepäck wieder in den Zug nach Berlin steigen.  Mein Fokus liegt im Moment auf Biografien. Mal sehen, ob das nach meinem Besuch in Leipzig  noch so bleibt oder ob sich eine neue Faszination auftut.  Auf jeden Fall werde ich am nächsten Tag zu meiner Buchhandlung des Vertrauens gehen und neue Bücher bestellen, da bin ich sicher.

Dieses Lesefest der Leipziger Buchmesse ist von Berlin mit Bahn und Auto gut erreichbar und mehr Infos finden Sie unter:http://www.leipziger-buchmesse.de.

Vielleicht sehen wir uns dort und bis dahin bleiben Sie neugierg, gerade wenn es um Bücher geht.

go

Fotos (c) LBM, go

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