Berlin ab 50…

… und jünger

Nachlese: GÖTTLICHES AKKORDEON

Am ersten Sonntag im Juli veranstaltete der Deutsche Harmonika Verband (DHV) Landesverband Berlin sein drittes Akkordeon Festival im Britzer Garten, dem ehemaligen Gelände der Bundesgartenschau Berlin. Es war der Tag nach den Unwettertagen in Berlin und so überlegten wir noch am Samstagabend, ob wir nicht im Gummiboot anreisen werden müssen. Aber nein, der Himmel war zwar bewölkt, aber hie und da legte die Sonne ihren freundlichen Glanz über das schöne Gartengelände. Tatsächlich erst zum Ende des Festivals erinnerten ein paar Tropfen daran, dass wohl die Götter ihre Hände über diese Veranstaltung hielten  – und so war denn auch göttliche Akkordeonmusik zu hören.

Zur Eröffnung erklang die Fanfare von “Also sprach Zaratustra“ über das Gelände. Das Traditionsorchester Akkordia 1935 aus Berlin Charlottenburg spielte als erstes Orchester Mission impossible und im Nu waren alle Sitzplätze mit Zuhörern besetzt. Aufmerksamkeit und viel Beifall begleitete diesen Auftritt.

Als danach die Solistin Angelica Paulik ihre sommerlichen Garten-, Blumen-, Wasser- und Sonnen-Improvisationen, mit viel Gefühl zelebrierte, wurde dieser stille Beitrag ebenfalls mit viel Beifall bedacht.

Das jugendliche Accordioona-Orchestra aus Berlin Hellerdorf/Marzahn beeindruckte nicht nur in der Gesamtheit. Ein junges Akkordeon-Orchester, alle mit einem weißen Akkordeon ausgestattet, und mit viel Leidenschaft für die Musik.  „Accordion meets Folk“ war die Überschrift Ihres Programms. Zwei Zugaben wollte das Publikum hören.

Der bekannte Bandoneonbauer und Bandoneonspieler, der Berliner Klaus Gutjahr, erfreute als nächster mit seiner außergewöhnlichen Musik die Festivalbesucher.  J.S.Bachs Musik auf einem selbst gebauten Bandoneon zu hören  ist ungewöhnlich und begeisterte. Wenn dann aber die argentinischen Originaltangos erklingen, dann nimmt die Begeisterung kein Ende und der Beifall ist entsprechend groß.

Der Moderator Dieter Bräutigam erwähnte dann auch strahlend, dass alle musikalischen Höhepunkte zwar nicht mehr zu steigern seien, jedoch der nächste Auftritt „Morgenstern von Ipanema“ die Besucher mit brasilianischer Akkordeonmusik in sommerlich, heiße Stimmung bringen würde.

Das erreichte Tobias Morgenstern tatsächlich. Wir kennen ihn als perfekten Akkordeonisten und Intendanten des „Theater am Rande“  im Oderbruch. Mit seinen Musikern aus Brasilien und Kolumbien sowie seinen wirklich außergewöhnlichen Kompositionen und seiner präzisen, perfekten Spielweise, wurde das dritte Akkordeon Festival mit spektakulärer Akkordeonmusik vom Feinsten beendet.

In diesen Pausen konnte sich jeder Gast am DHV Info Tisch über die Teilnehmer informieren, CD’s erwerben und Konzerttermine abfragen. Angeregt durch die Musikbeiträge fragten einige Zuhörer auch nach Probenterminen,  um doch einmal das eigene Akkordeon wieder aus der Ecke zu holen und aktiv Musik zu machen. Vielleicht haben Sie ja auch Lust dazu, dann schauen Sie doch mal nach unter http://www.dhvberlin.de/termine.php  oder http://www.dhvberlin.de/index.php

Ein trockener Sonntag mit göttlicher Akkordeonmusik – was für ein Genuß.

Wir freuen uns aufs nächste Jahr!

brd

 

 

 

 

 

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