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… und jünger

Isoldes Filmtipp: DANIEL HOPE – Der Klang des Lebens

DANIEL HOPE – DER KLANG DES LEBEN

Dokumentarfilm von Nahuel Lopez. Deutschland/Schweiz 2017, 104 Min./ OmU.

Kinostart am 19. Oktober 2017

 

Daniel Hope wurde 1973 in Südafrika geboren. Seine Eltern verließen 1975 der Apartheid wegen das Land und wanderten über Frankreich nach England aus, wo sie in London in unmittelbarer Nähe von Yehudin Menuhins Wohnort ihr neues Domizil fanden. Die Mutter wurde dann die Sekretärin von Yehudin Menuhin und ein fast märchenhaft anmutender Aufstieg begann als der vierjährige Daniel durch vor allem Menuhins Inspiration und seiner Beschäftigung mit der Violine zum heute vielfältigsten und bedeutendsten Geiger seiner Generation aufstieg.

In England studierte er am Royal College of Music und wurde 2002 jüngstes Mitglied des legendären Beaux Arts Trios. Heute lebt Daniel Hope in Berlin, ist Music Director des Zürcher renommierten Kammerorchesters, und moderiert wöchentlich die Autorensendungen WDR3 ‚persönlich mit Daniel Hope‘ –  sein Konzert am 17.12. in der Alten Oper in Frankfurt,“Vivaldi Recomposed“, ist bereits ausverkauft.

Das Buch“Familienstücke“, das er zusammen mit der Berlinerin Susanne Schädlich schrieb, wurde zu einem autobiografischen Dokument, in dem er nach seinen jüdischen Wurzeln und sich selbst sucht – man kann es zugleich auch als Vorlage zu dem Film verstehen.

Der Regisseurs Nahuel Lopez, dessen Eltern auch ihr Geburtsland Chile wegen politischer Umstände verlassen mussten, traf sich mit Daniel Hope in Berlin.  Angelehnt an dessen gerade erschienenen Albums „Escape to Paradise“, auf  dem er sich mit dem Thema Exil und Musik beschäftigt und dem Phänomen nachgeht, was Exil mit den Menschen, mit der Gesellschaft und letztlich mit der Kunst macht, erzählt Lopez in seinem Film die Geschichte einer Heimatsuche und Identitätsfindung, von der Flucht bis hin zu einem großen Happy End. „Man versucht wegzukommen und  e s  holt einen wieder ein“, sagt Daniel Hope an einer Stelle im Film –  und somit ist ein fast universell zu nennender, spannender Film entstanden.

Unbedingt ansehen!

I.A.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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