Berlin ab 50…

… und jünger

Berlin im Wandel – eine Zeitreise

Machen Sie doch mal eine Zeitreise: Die Erinnerungen eines Zeitzeugen, der heute in Australien lebt,  zur Kreuzberger Postkarte aus den fünfziger Jahren (Beitrag „Eine Postkarte erzählt“, 07.10.2017 https://berlinab50.com/2017/10/07/eine-postkarte-erzaehlt/) und ein weiterer Kommentar  brachten mich auf die Idee, Sie auf eine im Internet verfügbare kostenlose virtuelle Reise in die Vergangenheit Berlins hinzuweisen.

Berlin hat sich durch Gründerboom, Germania-Planungen in der NS-Zeit, den 2. Weltkrieg, dem Nachkriegs-Traum einer autogerechten Stadt, Mauerbau und sozialistischer Vergangenheitsbewältigung durch Abriss  immer wieder verändert. Der Flaneur durch Berlin hat vielleicht historische Bilder im Kopf, kann sie aber vor Ort nicht unterbringen. Es gibt unzählige  Fotos im Internet aus den unterschiedlichen Zeiträumen, die allerdings oft schwer zuordenbar sind, da sich Straßenverläufe und Plätze verändert haben und Gebäude nicht mehr existieren. Da gibt es ab sofort Abhilfe!

Das wunderbare Projekt von Alexander Darda (http://zeitreisen-berlin.de/) zeigt ausgewählte topografische Orte in Berlin in den  Jahre 1846,1999, 1914, 1939, 1945, 1954 und  1968. Es gibt auch eine lesbare Version für das Smartphone, so dass man sich auf den Weg in die Stadt machen und sich an bestimmten Orten die unterschiedlichen Situationen zu den genannten Jahren vor Ort anschauen kann.

Piktogramme zeigen, was bei Öffnung des Links zu sehen ist. So steht ein Punkt für Frontalansichten oder Innenansichten einzelner Gebäude, ein Flugzeug für ein Luftbild und ein Dreieck  mit blauem Punkt einen Panoramablicke mit Standort. Die Abbildungen sind in der Darstellung metergenau verortet.

Das Projekt wird von dem Berliner Stadtführer und Webdesigner Alexander Darda  ehrenamtlich betrieben und  laufend ergänzt. Wie erwähnt, ist die Nutzung kostenfrei.

Öffentliche und private Archive  haben dankenswerter Weise Bildmaterial beigesteuert, so dass eine aufregende Zeitreise möglich ist. Die Quellen der Bilder erscheinen über den Fotos als eigene grafische benutzeroberflächen („pop-ups“), über die man auch mehr über die Bild-Motive erfahren kann. Einige Beispiele sind hier gezeigt. Ebenso sind direkte Vergleiche historischer Ansichten mit aktuellen Fotos des gleichen Ortes für (leider bisher nur wenige) Gebäude in Mitte  unter einem Extra-Button zu finden, so z.B. für die US-Botschaft 1930 am Pariser Platz und heute.

Insgesamt eine großartige Fundgrube für alle, die mehr wissen wollen über Berliner-Plätze, Baulücken und Stadtstruktur im Wandel der Zeiten.

Meint mw

 

 

 

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