Berlin ab 50…

… und jünger

Wenn bei Capri….

… die rote Sonne im Meer versinkt

Ja, ja wenn Sie diesen Satz lesen, dann haben Sie ganz bestimmt ein Bild oder sogar einen Film vor Augen. Träumen Sie in diesen grauen Novembertagen einfach einmal von der italienischen Sonne und den „Caprifischer“, die Gerhard Winkler 1943 schrieb.

Wegen der Kriegserklärung Italiens durfte das Stück aber nicht im Radio gespielt werden. Nach 1949 jedoch brach dieses Lied, in der Interpretation von Rudi Schuricke, alle Rekorde. Der Text von Ralph Maria Siegel, dem Vater des noch heute tätigen Ralph Siegel. Wenn Sie genau auf den Text achten, beschreibt er die Sorgen der Fischer um ihre Ehefrauen, sie waren ja nachts unterwegs, „…Bleib mir treu! – ich komm zurück morgen früh…“!

Hier in Deutschland jedoch weckte das Lied das Bedürfnis nach der Ferne, nach Reisen, der immer scheinenden Sonne, den Strände und der einschmeichelnden, sehr melodischen italienischen Musik. In meinem Hinterkopf spielten diese Gedanken bestimmt eine Rolle, als ich für mein nächstes Reiseziel die kleine Stadt Sorrent südlich von Neapel und dem Vesuv auswählte.

Meine Vorstellungen wurden bestätigt und sogar übertroffen. Herrliche Landschaften, sehr angenehmes Klima (Anfang Oktober sanfte 23 bis 26 Grad, in der prallen Sonne selbstverständlich noch mehr). Ein buntes, wenn auch touristisches Treiben auf den Straßen und Plätzen. Es machte einfach Spaß,  am Morgen die Fenster zu öffnen und einen klaren, wolkenlosen, blauen Himmel zu sehen. Unsere rot-weiße Berliner Airline hatte zum Glück den Hin- und Rücktransport noch übernommen. Bis nach Neapel und einen Transfer in einem privatem kleinen Fiat bis zur Hoteltüre.

Der erste Welcome Drink hieß Limoncello. Dieses Getränk stammt hier aus der Gegend – der Amalfiküste. Das typische Essen in dieser Gegend ist auf die vielen Touristen abgestimmt. Also Pasta, Pizza, aber auch Fisch und Seafood. Bestimmt findet man im Hinterland in den kleineren Dörfern häufiger Mamas Küche, mit Speisen „Was gerade die Kelle“ hergibt.

Neben der Stadtbesichtigung machten wir auch Tagesausflüge, die wir vor Ort gebucht haben, in einer kleinen, sehr netten Agentur im Ort. Einen sehr schönen Ausflug an der Amalfiküste entlang muss ich beschreiben: Es ging mit einem Reisebus los. Durch nicht viele, sondern sehr vielen Kurven immer an der Steilküste entlang. Man sollte auf der zum Meer gewandten Fensterseite nur selten nach unten schauen. Wie beschrieben: sehr steile Küste und sehr, sehr enge Straßen.  Pause im Dorf Positano am Hang zum Mittelmeer – Postkartenmotiv. Man sagt, das ist die Perle, der Diamant an dieser Küste. Ein sehr steiler Weg führte über Treppengassen nach unten zum Meer. Mit wirklich bezaubernden weißen kleinen Häusern in einer wunderbaren Bucht gelegen. Zwei erfrischende Gläser frisch gepresster Orangensaft direkt am Wasser bauten mich für den Rückweg wieder auf und der herrliche Anblick ließ mich fast das Denken an den Rückweg vergessen…….

Weiter ging es dann per Bus zum Zielort Amalfi. Auch wieder am Hang entlang, der schönen Amalfiküste. Schöne Aussichten, grüne Hänge mit den typischen Olivenbäumen und als Höhepunkt Amalfis Dom mit einer wirklich prachtvollen sehenswerten Treppe davor. Auf dem Vorplatz, mit Blick auf den Dom und dem Treiben auf dieser spektakulären, schönen Treppe, schmeckte mir der Cappuccino besonders gut. Durch die Abenddämmerung und den langsam immer rötlicher werdenden Abendhimmel ging es wieder zurück an der schönen Küste entlang nach Sorrent. Mein Abschlussdrink war jeden Abend im Restaurant Fauno, direkt am Tasso Platz (benannt nach dem berühmten Dichter Torquato Tasso (ital. Dichter 1544 – 1595) ein erfrischender Campari Spritz. Zum Hotel war es nicht weit.

Wenn man nun schon mal in der Nähe ist, sollte man sie auch gesehen haben. Wen? Natürlich die vielbesungene Insel Capri. Wieder fuhr uns ein kleiner Bus zu einem kleinen Hafen ein paar Orte von Sorrent entfernt. Es erwartete uns ein kleines Motorboot. Eine kleine Seereise bei ruhiger See, besser vielleicht Meer, Mittelmeer, ganz genau im Golf von Neapel. Wir umrundeten die Insel mit ihren sehenswerten Steilküsten, den vorgelagerten Inseln und den weltberühmten Grotten. Die Kalksteinfelsen vor Capri sind bis zu 100 Meter hoch. Die Durchfahrt  durch einen 80 Meter langen Tunnel ist schon erlebenswert. Vor der berühmten blauen Grotte tummelten sich eine zu große Anzahl kleinerer Boote, um auf geordnete Weise in diese weltbekannte Grotte zu gelangen. Ich habe mir die Bilder auf den Postkarten angesehen und berichte, dass ich nichts versäumt habe, auch wenn die blaue Farbe sicher sehr beeindruckend ist. Nach anderthalb Stunden sind wir am kleinen Hafen „Marina Grande“ der Insel angekommen.  Nach einem Erfrischungsdrink am Hafen zog uns eine Standseilbahn, die Funicolare, in das Herz der Insel, der Piazetta, der „Dorfmitte“ von Capri. Eine Seilbahn durch Oliven- und Zitronengärten. Oben angekommen genießen Sie dann den herrlichsten Ausblick auf das Meer. Die schöne Küste Capris, die kleinen weißen Häuschen  an den Hängen,  die kleinen weißen Schiffe unten am Hafen im blauen Wasser. Falls Sie sich genügend Zeit lassen gibt es ein paar schöne Sehenswürdigkeiten , die zu bestaunen sind. Aus Zeitgründen schlenderten wir jedoch nur durch die kleinen schönen Straßen, vorbei an all den Luxusgeschäften, die man sich nur denken kann. Kaufen Sie sich  ein kleines schönes Fläschchen von „Carthusia Fiori di Capri“ ein elaganter, frischer, toller Duft der Sie auch noch im tristen Berlin begleiten wird. Als unser Boot wieder den Hafen verlässt – leider vor Untergang der roten Sonne -, winkt uns noch einmal der Leuchtturm „Punta Carena e Faro“ zu und es geht mit tollen Eindrücken zurück nach Sorrent. Irgendwie hörte ich jedoch im Hintergrund Rudi Schuricke singen….

Pompeji ist nicht weit weg, auch die Insel Ischia ist sicher sehenswert, aber alles auf einmal wollte ich mir nicht gönnen. Ich habe also  ein paar Gründe im Hinterkopf, um diesen schönen Landstrich mal wieder zu besuchen. Spätestens werde ich wieder an Capri denken, wenn ich Caprese auf der Speisenkarte lese. Dieser herrliche Vorspeisensalat in den Nationalfarben von Italien: Rot, Weiß, Grün.

Falls Sie nun mal wieder in einer Pizzeria sitzen, dann stolpern Sie bestimmt über die Pizza Neapolitana in der Speisenkarte und vielleicht fangen auch Sie kurz an zu träumen und besuchen dann am nächsten Tag ein Reisebüro………

Ihr brd

Fotos (c) brd

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