Berlin ab 50…

… und jünger

„Unsere scheene Oberlausitz“

Drei-Länder-Eck

Unter “Eventreisen” fand ich eine kleine 3-Tages-Reise in die Oberlausitz. Da ich als Kleinkind einmal in ein Kindererholungsheim in die Oberlausitz verschickt wurde und damit nur schöne Kindheitserinnerungen verbunden waren, wollte ich die Gegend gerne noch einmal ’nacherleben‘. Und es wurde zu einer Reise voller Erlebnisse, die mich nachdenklich und froh machten und die ich gerne weitergeben möchte.

In Jonsdorf befand sich unser Hotel nahe an einem Kurpark und der bekannten Schmalspurbahn, die seit 1890 benutzt wird und die Gäste über den Kurort Oybin nach Zittau fährt. Im Volksmund wird dieser Zug auch “Zug ohne Eile” genannt, denn die 10km Fahrt von Zittau nach Oybin dauert fast eine Stunde. Liebhaber dieser Bahn finden in Oybin ein kleines Museum.

Das Zittauer Gebirge ist ein landschaftliches Kleinod und traditionelles Feriengebiet im Freistaat Sachsen. Seine gewaltigen Sandsteinberge und die hohen vulkanischen Restberge machen es einmalig. Grenzübergänge für Wanderer ermöglichen auch Wanderungen durch das angrenzende tschechische Lausitzer Gebirge. Der Kurort Oybin – ganz im Tal gelegen – ist der Mittelpunkt des Lausitzer Gebirges, umgeben von grünen Bergen, im Zentrum ein bienenkorbähnliches Sandsteinmassiv – der Berg Oybin mit seiner bekannten Klosterruine.

Umgebindehaus

Im Süden des Landkreises Görlitz, direkt an der Grenze zu Tschechien liegt die Spreequellstadt Ebersbach-Neugersdorf. Im Stadtgebiet befinden sich zwei der drei in der Oberlausitz entsprungenen Spreequellen. Mit über 700 “Umgebindehäuser” im Stadtgebiet, die sich durch eine besondere Fachwerkkonstruktion auszeichnen, kann man Beispiele der Nachnutzung und liebevollen Restaurierung dieser einzigartigen Bauten besichtigen. Besonders prächtige Umgebindehäuser gibt es in Eibau und in Obercunnersdorf, einem Ortsteil der Gemeinde Kottmar. Der 583 Meter hohe Kottmar gab der Gemeinde den Namen. Am Westhang des Berges entspringt die am höchsten gelegene Quelle der Spree.

In Großschönau gibt es ein Damast- und Frottiermuseum. Damast wurde erstmals in Deutschland in Großschönau gewebt. Die aufwendige Webtechnik verhalf dem Textildorf zu Weltruhm und vielen der Ortsansässigen zu einem guten Auskommen.

Leider ist nach der ‚Wende‘ von der ehemals blühenden Textillandschaft kaum noch etwas

Marktplatz von Zittau

übriggeblieben. Die Jugend kommt abhanden. Die Abwanderung ist zu einem großen Problem geworden. Der Reiseleiter, ein älterer, stark engagierter Mann, sprach immer wieder von seiner ’scheenen Oberlausitz‘ und dem ‚Häuschen mit Garten‘  als seiner großen Liebe.

Egal ob das Zittauer Gebirge, das Oberlausitzer Bergland oder die Städte Görlitz, die Schöne, und Zittau, die Reiche – bekannt durch seinen Marktplatz mit Rathaus, welches nach Plänen von Schinkel erbaut wurde -, darüber hinaus die Seenlandschaften, die durch die Überflutungen des Tagebauabaus entstanden sind, seine Schlösser, Burgen und Klöster: die Oberlausitz ist eine Entdeckung wert und viele Überraschungen erlebt der, der mit sehendem Auge und fühlendem Herz in dieser Region verweilt!

I.A.

Fotos (c) I.A.

 

 

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