Berlin ab 50…

… und jünger

Ein kulinarische Reise um die Welt

Gerade komme ich von einem Besuch auf der Grünen Woche zurück. Alle zwei, drei Jahre gehe ich mir diese riesige Genussshow ansehen, die mich trotz Menschengedränge fasziniert.

Die ersten zwei Stunden nehme ich die vielen unterschiedlichen Angebote wahr und es ist wie eine Reise um die Welt: von Russland nach Thailand, von Georgien nach Portugal, von Dänemark nach Finnland, von Frankreich nach Ungarn, von Marokko nach Bayern. Nach einer Weile sehe ich allerdings nur noch in ständiger Wiederholung Honig -, Schinken-, Käse- und Fischstände, Bier-,Wein- und Schnaps-Angebote. Dann wird es Zeit, die Messehallen wieder zu verlassen – und mit einer „reichen Beute“ nach Hause zu fahren. So sind meine Taschen heute gefüllt mit steirischem Kren und bayerischen Semmelknödel, mit Tee aus Nepal, Käse aus vielen verschiedenen Ländern, Honig aus Rumänien und Bulgarien, Rosenwasser und Dörrpflaumen ebenfalls aus der Schwarzmeer-Region  – und vielen interessanten Prospekten mit Information über die verschiedensten Länder und ihre Küchen.

Dieses Jahr ist Bulgarien  das Partnerland der  83. Auflage (seit ihrer Premiere im Jahr 1926) und ist mit dem verheißungsvollen Slogan „Aroma der Sonne“ vertreten.  Bulgarien gilt nicht nur als weltgrößter Produzent von Rosenöl, sondern produziert auch jede Menge Obst und Gemüse, das unter „natürlichem Sonnenlicht wächst und dadurch mehr Vitamine und Nährstoffe“ entwickelt. Klingt gut.

Auch die restlichen 1.659 Aussteller aus 65 Ländern zeigen eine Leistungsschau aus Landwirtschaft, Ernährung und Gartenbau. Japan, Russland, Schweden (inkl. Ikea!) und die Slowakische Republik sind in diesem Jahr wieder dabei. Katar stellt erstmals eine Auswahl seiner Nahrungsmittel vor.

Die Blumenhalle zieht mich an, auch wenn sie für meine Geschmackstour etwas abseits liegt, aber sie ist immer wieder eine Oase der Farben und Dürfte.  Auch auf dem „Bauernhof“  traf ich auf echte Kälbchen, begegnete riesigen Ungetümen und lernte auch etwas über Küchenhygiene. Für Kinder sind diese Hallen Landwirtschaft, Natur und Tiere ein riesiger Spielplatz – kein Wunder, dass es viele Schulklassen ihren Weg hierher finden.

Natürlich können Sie nicht nur flanieren, einkaufen und Musik hören, Sie können sich von einer Weinverkostung zum nächsten Gourmettempel durchprobieren…. selten ist etwas umsonst, aber es ist meist günstig und vor allem nicht alltäglich. Ich habe mich in „Erding“ niedergelassen und ein sehr köstliches Rehragout mit Haubling (ein Schmalzgebäck) konsumiert. Allein das war schon die Reise wert.

Noch bis zum Sonntag können Sie gucken gehen,  morgen können Sie um 10.00 Uhr starten und haben an diesem Freitag, 26.01.2018, bis  20:00 Uhr  Zeit; am Wochenende, 27. und 28.01.2018,  von 10:00 – 18:00 Uhr.  Mehr Infos unter https://www.gruenewoche.de/FuerBesucher/

Vielleicht haben Sie ja Lust auf eine kleine kulinarische Reise um die Welt.

Bleiben Sie neugierig, es lohnt sich,

meint go

 

Fotos (c) go

Ein Kommentar

  1. I.A.

    Im nächsten Jahr gehe ich endlich auch einmal zur Grünen Woche, der Beitrag hat mich so inspiriert, dass ich das Essen auf der Zunge und den Duft der Blumen wahrnehmen konnte.

    I.A.

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