Berlin ab 50…

… und jünger

Staubi, mein neuer Mitbewohner…

Man kann ja gegen unsere Technisierung und Digitalisierung eine skeptische Haltung entwickeln, man kann der guten alten Zeit nachweinen, als man noch Postkarten und Briefe schrieb und nicht sms oder mails. Oder als man noch selbst eine Scheinwerfer-Birne an seinem Auto auswechseln konnte und nicht deswegen umgehend in die Autowerkstatt fahren muss, da nur ein Mechatroniker die voll Elektronik ausgestatteten neuen Exemplare bedienen kann. Oder Kinder noch im Garten Federball spielten und sich nicht in ihren Zimmern verkrochen, um am PC zu spielen. Oder Menschen noch Bücher in die Hand nahmen und nicht immer und überall das Handy bedienten.

Man kann auch sagen, der technische Fortschritt ist vor allem etwas für die Jugend – jedes Jahr ein neues Handy, ein neuer Tablet, ein neues Digitales Spiel.

Nein, ich bin wieder einmal überzeugt worden, dass die technischen Errungenschaften gerade für uns Senioren vielleicht nicht erdacht, aber doch ungemein nützlich ist:

Nicht nur dass man sein Abendessen und den dazugehörigen Wein online bestellen und sich ins Haus liefern lassen kann, was manch älterem Mitbürger sicherlich das Leben einfacher machen wird. Es sind auch die Haushaltsmaschine wie Spülmaschinen, Waschmaschinen, Herde, schnurlose Staubsauger etc..

Nun habe ich ein neues Haustier, genannt „Staubi“. Sie ahnen, was das ist? Ja, es ist ein Staubfresser, aber vor allem ein unkompliziertes , handliches Gerät, das mich nur in Notsituationen braucht. Ich kann „Staubi“ von seiner Dockstation nehmen, dort aussetzen, wo ich den größten Staub vermute und sage ihm „clean“ (resp. drücke den Button) und schon legt er los. Er bewegt sich kreuz und quer durch die Wohnung, über Teppiche und unter Stühle, so lange, bis er alle Ecken ent-staubt hat. In die Ecke übrigens pustet er Luft, so dass die Staubwolken ihm entgegenfliegen und so aufgesaugt werden können. Manchmal bleibt er stecken oder verheddert sich in einem Kabel, dann spricht (!) er mit mir laut, deutlich und auf Deutsch. Abgesehen von solchen Situationen braucht er meine Hilfe nicht.  Er ist überaus einfach zu bedienen, er ist klein, flach und leicht, lässt sich einfach reinigen und verbraucht wesentlich weniger Strom als ein herkömmlicher Staubsauger.

Es gibt diese Haus-Roboter in vielen Ausführungen – es gibt Modelle, die gehen auch die Treppe selbständig rauf und runter, manche fahren ganz allein wieder „nachhause“, wenn ihnen die Puste ausgeht, es gibt auch Reinigungsroboter, die wischen ihnen Küche, Bad und andere Böden aus Stein oder Hartholz. Noch nie habe ich so gerne „staubgesaugt“, noch nie war es in meiner Wohnung so staubfrei wie mit meinem „Staubi“.

Ich bin total verliebt in meinen neuen Wohnungsmitbewohner und möchte ihn keinen Tag mehr missen. Auch wir ältere Menschen sind also für technische Entwicklungen eine interessante Zielgruppe  – und wir wissen, sie wird immer größer.

Bleiben Sie weiter neugierig

go

Fotos (c) go

 

 

 

 

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