„Es reuete mich, so ich nit hier geweßn wäre“

Kaiserin Maria Theresia nach ihrem Beusch in Stift Melk „Es reuete mich, so ich nit hier geweßn wär“

Das Jahr nähert sich dem Ende, auch wenn der Sommer und Spätherbst 2018  bis vor einigen Tagen kaum solche Gedanken zulassen wollte.  Nun sind die Temperaturen der Jahreszeit zwar entsprechend, doch der November ist weder grau, noch naßkalt oder regnerisch, wie sich das für den vorletzten Monat des Jahres gehört. Für mich ist Weihnachten Dank des langen Spätherbstes gefühlt noch in weiter Ferne, auch wenn die Stollen und Weihnachtskugeln überall verkauft werden und am Sonntag bereits der 1. Advent sein wird. Unverändert allerdings ist, dass  die Tage in dieser Jahreszeit kurz und die Abende lang sind.

Daher beginne ich mit dem Sortieren meiner Fotos des fast vergangenen Jahres : Welche Eindrücken der letzten Monate sind in meinem Gedächtnis sofort abrufbar, welche Bilder sind mir im Kopf geblieben? Eine Frage, die ich mir immer am Ende eines schönen Tages, eines Ausflugs, einer Ausstellung und einer Reise stelle: Was war heute  das Schönste, das Besondere, das Beeindruckendste … es übt den optischen Blick, die Wahrnehmung, die Fokussierung und die Reflektion der Eindrücke und eine emotionale Konzentration.

Im Sinne von Maria Theresias Bemerkung, mit der sie sich 1743 vom Konvent des Stift Melks verabschiedete,  frage ich mich, was „mich reute, so ich nicht dort gewesen wäre“.  Ich sortiere meine Impressionen, es war ein Jahr vollgepackt mit interessanten Eindrücken:

London – Golden Jubilee Bridge

Der Leiter des Kew Gardens, Joseph Banks, nennt eine unbekannte Pflanze zu Ehren der Queen Charlotte, eine geborene Prinzessin von Mecklenburg-Strelitz,  „Strelitzie“

London – Das gerade wieder eröffnete Temperate House in Kew Gardens

Ernst Fuchs rettet mit Freunden die Villa Otto Wagners vor dem Verfall

und richtet sich dort sein Museum ein

Das ewige Blau dieses Sommers – Ostsee zu Pfingsten

Wolfgangsee im Oktober

und ein langer Herbst

Und was will ich noch unbedingt sehen?  Was werde ich irgendwann nicht mehr machen können? Prioritäten müssen gesetzt werden. Meine Liste fürs neue Jahr wird immer länger, gewinnt aber langsam Kontur.

 

 

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