Choco Classico und das Schokoladenmädchen

Auch wenn Sie vielleicht in diesen Tagen nichts mehr Süßes sehen können, Schokolade gehört unbedingt zur Weihnachtszeit dazu. Hans Jacobs, eine Nachfahre der Familie Jordan & Timaeus,  berichtet von Dresdner Schokolade.

Anfang November fand im Dresdner Zwinger das Schokoladenfestival Choco Classico statt.

Dresden war im 19. Jahrhundert eine Hochburg der Süßwaren- und speziell der Schokoladenherstellung. Heute gibt es nicht mehr die damalige industrielle Fertigung, wohl aber eine ganze Reihe kleiner Produzenten, Manufakturen genannt, die sehr hochwertige Schokolade überwiegend für den regionalen Markt herstellen.

Eine der Hauptattraktionen des Festivals war das Revival der berühmten Firma Jordan & Timaeus, die über 100 Jahre (1823 -1931) in Dresden ansässig war.   Zwei Schokoladen-Liebhaberinnen bieten nun unter diesem Namen seit dem 9. November 2018 hochwertige Schokolade an.  Zahlreiche Besucher/-innen dieses Standes probierten nicht nur die Köstlichkeiten, sondern sprachen auch über die Geschichte der Schokoladendynastie, über ihre Erinnerungen und die eigenen Erlebnisse. Faszinierend, wie prägend doch die Schokolade heute noch in Dresden ist. Übrigens war die Milchschokolade 1839 eine Erfindung von Jordan & Timaeus.

Lichtspiele im Zwinger

Parallel findet noch bis zum 6. Januar 2019  eine Sonderausstellung in der Gemädegalerie Alte Meister in Dresden statt, die speziell dem Schokoladenmädchen gewidmet ist.

Das von Jean-Étienne Liotard um 1744 gemalte Bild des Schokoladenmädchens war um die Wende des 19./20. Jahrhundert das Symbolbild schlechthin der Schokoladenindustrie.

Jean-Étienne Liotard malte um 1744 sein berühmtestes Gemälde, das Schokoladenmädchen in Pastelltechnik. Heute befindet sich das so schlichte wie gelungene Bild in der Gemäldegalerie Alte Meister in Dresden.

Über 100 Werke Liotards aus der Dresdner und internationalen Sammlungen zeigen die Bandbreite seines Schaffens.  Anhand  des Schokoladenmädchens wird zudem die  Technik der Pastellmalerei sowie die Rezeption dieses Gemälde eines unbekannten Stubenmädchens erläutert.

Auf ein besonderes Detail  möchte ich Sie aufmerksam machen: Wissen Sie, was eine “Zittertasse” ist? Hilft Ihnen das zeitgenössische französische Wort “Trembleuse” weiter? Nein? Mir auch nicht!

Wenn Sie genau hinsehen, dann werden Sie erkennen, dass die Tasse des Schokoladenmädchens von einem leicht silbern schimmernden Gerüst umgeben ist. Erst auf den zweiten oder dritten Blick kann man erkennen, dass es sich offensichtlich um eine spezielle Halterung handelt, die  „Trembleuse” genannt und speziell für Kakaotassen entworfen wurde. So konnte auch eine zitternde Hand das wertvolle Getränk genießen, ohne es zu verschütten.

Die Trembleuse des Schokoladenmädchens

 

Auch die Fotos sind von Hans Jacobs, von dem Sie mehr auf seinem Blog  www.laufen-macht-gluecklich.de<http://www.laufen-macht-gluecklich.de>“ lesen können.

 

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