Für die Natur

Am 11.Januar 2019  beginnt wieder die interessante Vortragsreihe „Wissenschaft im Sauriersaal“ im Naturkundemuseum zum Thema Klimawandel https://www.museumfuernaturkunde.berlin/de/museum/veranstaltungen/wissenschaft-im-sauriersaal-teures-nichtstun-was-kostet-uns-der-klimawandel . Der Eintritt ist frei, Anmeldung erforderlich.

Für Natur, ein Zitatschnipsel von Alexander von Humboldt, ist  dem zumindest mir noch neuen  Logo dem Museumsnamen hinzugefügt und im neuen Eventheft gleich erklärt:  „Der Mensch ist Teil der Natur – die Natur ist Teil des Menschen. Das wusste auch schon Alexander von Humbold, deshalb steht er mit seinem Namen und seiner Handschrift fürdas integrierte naturkundliche Forschungsmuseum, das Museum für Naturkunde Berlin.“  www.museumfuernaturkunde.de.

Voilà. Ich bin gespannt.  Schließlich bekommt es in den nächsten zehn Jahren 660 Millionen € Landes- und Bundesmittel zur Weiterentwicklung und zur Sanierung des Museums und kann damit auch eine Ausweitung der Ausstellungsflächen für seine einzigartige Sammlung in Angriff nehmen. Dem Besucher könnte dann noch mehr ermöglicht werden, die Mechanismen der Natur zu verstehen, denn nur so können wir uns auch für die Natur einsetzen und Lösungen entwickeln für die drängenden Fragen unserer Zeit.

Ein schönes Beispiel für einen gelungen Museumauftritt  sah ich vor Kurzem im Naturkundemuseum in Coburg .  1844 von den Herzögen Ernst und Albert von Sachsen-Coburg und Gotha vom „Herzoglichen Kunst- und Naturaliencabinet“ in ein Museum im heutigen Sinn umgestaltet und ausgebaut,  zeigt es dem Besucher zwei Säle mit Dioramen der allerfeinsten Art. Mit inszenierten Szenen aus der heimischen Umgebung und Natur werden in jedem Glaskasten Tiere, Pflanzen, Bäume, Blumen, Pilze, Insekten, Käfer, Schmetterlinge  und Vögel gezeigt – und detailliert erklärt, und zwar „Gattungsrein“.  Der Leitfaden, den der Zuschauer an jedem Diorama findet, erklärt auf jeweils einer Seite die Pflanzen, die Vögel, die Insekten usw.,  so dass man wie vor einem Suchbild aus den beliebten Wimmelbüchern steht und sich Zeit nehmen muss, das jeweilige Objekt zu finden – und es gibt unendlich viel zu bestaunen.

Ausschnitt des obigen Dioramas

Natürlich kostet es Zeit, macht aber ungemein viel Spaß und ist auf diese spielerische Weise höchst lehrreich – und zwar für jedes Alter.

Dieses feine Räderwerk Natur, dessen Zusammenspiel so fein ausgetüftelt ist, das fast jeder Störung einen weitreichenden Eingriff bedeutet, anschaulich begreifbar zu machen, ist ein wertvoller Beitrag für das Verständnis unserer Welt und damit den Weg zu ebnen, sich für die Natur stark zu machen.

So etwas erhoffe ich mir fürs Naturkundemuseum im Laufe der nächsten Jahre. Dann wäre das Geld schon gut investiert.

 

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