Neues von der Museumsinsel

Das Pergamonmuseum wird bekanntlich seit 2013 saniert. Der Pergamonaltar, der Publikumshit der Museumsinsel, ist deshalb seit fünf Jahren nicht mehr zu besichtigen.Ursprünglich sollte der erste Bauabschnitt mit dem Altarsaal dieses Jahr fertig sein. Wegen zahlreicher baulicher Schwierigkeiten – Nordflügel und Mitteltrakt werden grundlegend saniert – musste der Termin auf 2023 verschoben werden. Auf Grund des  großen Interesses der Berliner und der Berlin-Besucher am Altar und seiner Geschichte wurde letztes Jahr das temporäre Ausstellungshaus „Pergamonmuseum. Das Panorama“ direkt gegenüber der Museumsinsel eröffnet.

Yadegar Asisi  lässt hier die kleinasiatische Metropole in einem Rundpanorama wieder lebendig werden. Rund 80 wichtige Werke aus Pergamon wie der Telephos Fries werden außerdem gezeigt. Im Oktober 2018 wurde im Blog unter dem Titel „Auf nach Pergamon“  darüber berichtet (https://berlinab50.com/?s=auf+nach+pergamon)https://berlinab50.com/?s=auf+nach+pergamon

Doch nun gibt es Neuigkeiten:  Am 3. Mai 2019 findet das Richtfest des Pergamonmuseums statt und am Wochenende 4./5. Mai sind die Berliner von den  Staatlichen Museen und dem  Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung eingeladen, die Baustelle des Rohbaus zu besichtigen. Für die Führungen (45 Minuten Dauer, ab 10 Uhr alle 30 Minuten für jeweils 20 Personen, nicht  barrierefrei) werden Anmeldungen ab 01.April  2019 auf der Webseite entgegengenommen (https://www.smb.museum/veranstaltungen.html).

Die zweite gute Nachricht ist die Übergabe des „Haus Bastians“ an die Staatlichen Museen letzte Woche. Das 2007 von David Chipperfield, dem  Architekten des Wiederaufbaus des Neuen Museums und der Simon-Galerie, im Auftrag des Sammlers Heiner Bastian am Kupfergraben errichtete Gebäude im Stil der klassischen Moderne wurde durch den Sammler und Mäzen dem Museumsverbund als Zentrum für kulturelle Bildung übereignet. Ende August – einen Monat nach der James-Simon-Galerie – sollen die 2000 Quadratmeter des Hauses öffentlich zugänglich werden und der kulturellen Bildung dienen. Ein großer Tag für Berlin und ein würdige Ergänzung der Museumsinsel.

 

 

 

 

Die dritte gute Nachricht:  Im Juli, einen Monat früher, wird – vermutlich durch die Kanzlerin- die James-Simon-Galerie als Besucherzentrum der Museumsinsel nach 10jähriger Bauzeit und unter Einsatz von 134 Mio Euro eröffnet. Grund für Kosten und Bauzeit war  der schwierige,  eiszeitlich geformte Untergrund, der den Einsatz von 1.200 Stahlpfählen mit bis zu 50 Meter Länge erforderte, die unter Wasser eine Betonsohle bilden, die die Galerie trägt. Eine  Archäologische Promenade wird künftig die James-Simon-Galerie mit dem Pergamonmuseum,  dem Neuen Museum und dem Bode-Museum verbinden. Der Namensgeber ist der bedeutenste Mäzen der Staatlichen Museen, James Simon (1851-1932), der aus einer Berliner jüdischen Industriellen-Familie  stammte und zahllose Schenkungen an die Berliner Museen machte, unter denen die Büste der Nofretete die Berühmteste ist.

James Simon in seinem Arbeitszimmer (Detail) von Willy Döring, 1901, Bodemuseum

Aber auch zur aktuellen  Mantegna+Bellini-Ausstellung gibt es einen Bezug: Mantegnas Bildnis der „Maria mit dem schlafenden Kind“ schenkte James Simon 1904 der Gemäldegalerie. Freuen wir uns, dass der Philanthrop (der zum Beispiel auch 1930 den Bau des Stadtbad Gartenstrasse in Mitte finanziert, eine Gedenktafel am Eingang würdigt ihn) und Kunstmäzen James Simon endlich durch Berlin angemessen geehrt wird.

Freut sich mw

 

 

 

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