Das Haus für viele „mögliche Zukünfte“

58 Millionen Euro Baukosten, direkt an der Spree gelegen zwischen Reichstag und Hauptbahnhof –  ein Glaspalast, der sich nahtlos an die umgebenden Glaspaläste anpasst. Er wurde am 5. September 2019 eingeweiht: Das FUTURIUM .

Das FUTURIUM zwischen Hauptbahnhof und Regierungsviertel direkt an der Spree

Was verbirgt sich dahinter? Auch wenn die Internetseite  mir nicht recht weiterhelfen konnte, Futurium und Zukunftsfragen klangen so interessant, dass ich neugierig war und dieses neue Haus bei meinem Besuch kurz vor Weihnachten besuchte.

Das Gebäude selbst ist innen futuristisch gestaltet (manchmal fühlte ich mich an Raumschiff Enterprise erinnert), es gibt ein Cafe, neben der Garderobe abschließbare Ladestationen für Handys, im Kellergeschoss ein Lab, die Ausstellung selbst beginnt im 1. Stock. Auch wenn ich nach etwa 1,5 Stunden etwas ratlos wieder am Anfang meines Rundgangs ankam, möchte ich Sie auf eine Reise zum Verständnis des FUTURIUMS  mitnehmen.

Eingangsbereich und Cafeteria

Beim Schreiben dieser Zeilen wird mir klar, wie schwer das FUTURIUM zu beschreiben ist: Das FUTURIUM  ist  kein Museum, es ist das „Haus der Zukünfte“ (vgl. www.https://futurium.de). Das Thema der Ausstellung  – „Wie wollen wir in Zukunft leben“ – ist so allgemein, dass es diffus wirkt. Da mir die meisten präsentierten Inhalte bekannt waren, war der faktische Erkenntnisgewinn für mich gering. Aber vielleicht bin ich nicht die  Zielgruppe, vielleicht ist es mehr für Schulklassen konzipiert  – doch die meisten Besucher waren Ü50!

„Wie sieht das Glück von morgen aus?“ Solche und ähnliche Fragen wurden in der Ausstellung gestellt.

Die Ausstellung  ist modern, interaktiv, widmet sich vielen verschiedenen Zukunftsfelder und ist so umfangreich, dass man nicht alles in Gänze sehen kann, sondern sich seine individuellen Schwerpunkte setzen muss. Es werden keine Visionen oder gar konkrete Projekte vorgestellt, sondern Fragen gestellt. Das FUTURIUM ist ein Haus der Fragen! Es geht um die Fragen, wie sich unsere Zukunft entwickeln kann, welche Technologien wir verwenden wollen, wie wir mit dem Klimawandel umgehen und wie wir zusammenleben wollen – und welche Vorstellungen wir persönlich dazu haben. Diese Ambivalenz wird für bestimmte Zukunftsfelder immer wieder aufgegriffen.

In dieser Abteilung wurden Fragen zum Wohnen, Leben und Bauern gestellt und phantasievoll gestaltet

Beim anschließenden Besuch der Cafeteria kam ich ins Gespräch  – über das FUTURIUM , die Ausstellung, die Ziele. Dabei wurde klar, dass keine fertigen Antworten präsentiert werden, sondern zum Nachdenken über die Zukunft und unsere persönliche Rolle darin angeregt werden soll. Jede/r hat andere Vorstellungen und Schwerpunkte und natürlich andere Sichtweisen auf die Zukunft. Die Zukunft ist nicht fix, sondern sie entwickelt sich und sie wird von uns gemacht.

In dieser Abteilung wurden Fragen zum Wohnen, Leben und Bauern gestellt und phantasievoll gestaltet

Als kritischer Mensch habe ich mir über Zukunftsfragen bereits eine Menge Gedanken gemacht. Darum erschien mir vieles bekannt, viele Zusammenhänge klar. Aber das muss nicht für alle gelten, besonders für junge Menschen. Das FUTURIUM möchte einen demokratischen Beitrag zur Gestaltung der Zukunft leisten. Ob die 58 Millionen Euro Baukosten zzgl. der laufenden Kosten nicht vielleicht auch anders hätte einsetzen können, kann man natürlich diskutieren.

Nun verstehe ich auch, warum die Internetseite nicht viel über das Haus sagen konnte – auch in diesem Beitrag habe ich nicht viel über die speziellen Inhalte geschrieben. Darum ist hier meine Empfehlung: Gehen Sie einfach hin, besuchen Sie das FUTURIUM – der Eintritt ist übrigens frei -, seien Sie auf die Zukunft gespannt und freuen Sie sich darauf. Es kommt vielleicht anders als Sie denken, aber es wird toll!

Ich persönlich fand die Fragen und Anregungen zum Thema „Zeit“ sehr spannend

Eine wunderbare Zukunft im neuen Jahr 2020 wünscht Ihnen

Ihr Hans Jacobs

 

 

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